Im Tiroler Novemberlandtag bringt die oppositionelle Partei Liste Fritz mehrere Anträge in Hinblick auf die steigenden Gas- und Strompreise ein. Auch bei der Pflege möchte die Liste Fritz mehr Druck machen.
Nächsten Mittwoch findet nach der konstituierenden die erste „richtige“ Landtagssitzung statt. Dazu kommen von der Liste Fritz eine Reihe von Anträgen zu den Themen Teuerung und Pflege. Erst am Mittwoch tagte der Teuerungsrat, für Klubobmann Markus Sint ein „selten hilfloses Gremium“.
„Bezieherkreis ausweiten“
Erneut fordert die Liste Fritz, dass der Bezieherkreis für den Heizkostenzuschuss ausgeweitet wird, eine Einzelperson etwa solle nicht nur 1900 Euro Netto verdienen dürfen, sondern 3000. Es brauche außerdem einen Sozialtarif auf Strom sowie Gas und der Stromhärtefonds müsse höher dotiert werden. Wie die „Krone“ berichtete, fallen beim Energiekostenausgleich und der Strompreisbremse Mehrparteienhaushalte mit einem Zählerpunkt um ihr Geld - auch das möchte Sint lösen.
Die angekündigte Strompreiserhöhung sorgt für Sorgenfalten. Auch diese möchte die Liste Fritz aussetzen – damit das gelingt, sollen sich Regierung und Vertreter der landeseigenen Stromanbieter an einen Tisch setzen. Eine weitere Forderung: Günstigere Energieberatung. Die meisten dieser Anträge wurden abgeändert in der letzten Landtagsperiode bereits angenommen – sind laut Sint dann aber in der Teuerungsgruppe (unter LH Anton Mattle) untergegangen.







„Lasse mir keine Karotte vor die Nase hängen“
Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider schlägt angesichts der Pflege-Situation nach wie vor die Hände über dem Kopf zusammen. Der seitens des Bundes versprochene Bonus für Pflegepersonal von rund 2000 Euro sollte steuerfrei sein, ist er aber nicht. Und so landen auf den Konten der Pflegenden nur rund 900 Euro. „Mich wundert nicht, dass mehr und mehr Pflegende ihrem Berufsstand den Rücken kehren. Ich lass‘ mir ja nicht andauernd die Karotte vor die Nase hängen“, lässt Haselwanter-Schneider einen gerissenen Geduldsfaden erkennen. Die Regierung solle den Bund auffordern, die Versteuerung rückgängig zu machen.








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