Er war ein wirklich raffinierter Finanzbetrüger - jener Finanzbeamte aus dem Burgenland, der zu prüfenden Firmen Scheinrechnungen verkauft hatte und so deren Steuern minimierte! Jetzt wurde der Steuerprüfer zu einer teilbedingten Haft- und Geldstrafe verurteilt.
Eigentlich sollte er sich auf die Spur von Scheinrechnungen machen. Doch stattdessen schlug er selbst Kapital daraus. Das ärgerte sogar die Mitarbeiter vom Amt für Betrugsbekämpfung. Das Konstrukt war ausgeklügelt - der 67-Jährige schuf ein Netzwerk aus Firmen und Einzelunternehmen, wo er als Geschäftsführer auftrat. Er stellte Rechnungen ohne jedwede Leistung ab, kassierte dafür, fälschte Unterschriften, eröffnete Konten. Schaden für die Finanz: runde zwei Millionen Euro.
„Ehrbarer Stand in Verruf“
Selbst als Obmann eines Fußballvereins holte er sich Landesförderung mittels Scheinrechnungen. Deshalb kam zum Abgabenbetrug und Amtsmissbrauch auch noch Betrug hinzu. Vor Gericht war der mittlerweile pensionierte Mann voll geständig. Ihm sei klar geworden, dass er den ehrbaren Stand der Finanzbeamten durch seine Taten in Verruf gebracht habe.
Teilbedingte Haftstrafe für Finanzprüfer
Eigentlich waren 14 Verhandlungstage vorgesehen, wegen des Geständnisses wurde aber kurzer Prozess gemacht: 24 Monate, davon sechs Gefängnis, sowie 80.000 Euro Geldstrafe, die Hälfte davon unbedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Sohn des Finanzbeamten, der mit dem Vater auf der Anklagebank saß, wurde ebenso wie drei weitere Angeklagte im Zweifel freigesprochen.









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