Die SV Ried bleibt in der Fußball-Bundesliga gegen Austria Klagenfurt weiter ohne Sieg! Die Oberösterreicher und die Gäste aus Kärnten trennten sich am Samstag in der 15. Runde nach einer intensiven Partie 2:2 (1:0). Im Mittelpunkt standen dabei die Goalgetter beider Teams: Rieds Seifedin Chabbi und Markus Pink, die jeweils zweimal trafen. Ried ist nun drei Spiele ohne Sieg und weiterhin Liga-Elfter, Klagenfurt steht zumindest bis Sonntag auf dem vierten Platz.
Die Heimmannschaft ging dank Chabbi in der 30. Minute in Führung, Pink (51.) gelang nach der Pause der Ausgleich. In dem ausgeglichenen, durchaus kurzweiligen Match brachte Liga-Topscorer Pink (73.) mit seinem zwölften Treffer in dieser Saison dann die Austria in Front. Eine unglückliche Situation im anderen Strafraum bescherte allerdings Ried einen Elfmeter, den Chabbi (77.) verwertete.
Zu Beginn lief der Ball deutlich mehr durch die Reihen der Klagenfurter. Bis auf Halbchancen von Christopher Cvetko, der zunächst drüber schoss und in der 18. Minute einen Gegenspieler traf, schaute aber nichts heraus. Ried blieb offensiv in der Anfangsphase vieles schuldig, wachte erst nach etwa 25 Minuten auf und spielte dann zielstrebiger Richtung Strafraum. Schnörkellos realisierten die Innviertler die Kombination zum 1:0 über Stefan Nutz und Philipp Pomer, der per Direktabnahme scharf in den Strafraum spielte, wo Chabbi am kurzen Eck vollendete.
Bei der folgenden Chance zwei Minuten später agierte der Torjäger vielleicht etwas zu überhastet. Auch in der 36. Minute war Chabbi in der Mitte gut positioniert, traf im Rutschen aber nur die Stange. Im Strafraum der Rieder musste Samuel Sahin-Radlinger vor dem Halbzeitpfiff einen Kopfball von Pink entschärfen.
Die zweite Hälfte begann mit einem Chabbi-Schuss (47.) aus spitzem Winkel über den Kasten. Kurz darauf hatten die Kärntner bei einem Strafraum-Getümmel Glück, dass nichts anbrannte. Direkt nach dieser Situation bediente der eingewechselte Sinan Karweina Pink ideal, der über Sahin-Radlinger zum 1:1 ins Tor spitzelte. Die Kärntner zwangen das Momentum jetzt auf ihre Seite. Bei einem Versuch von Rieder in der 71. Minute aus der Distanz war Sahin-Radlinger zur Stelle. Nach einem Eckball von links stand dann aber Pink goldrichtig und hielt seinen Fuß hin - es stand 1:2.
Nach einem Handspiel von Nicolas Wimmer im Austria-Strafraum nur zwei Minuten später bekam Ried einen Elfmeter zugesprochen, den Chabbi verwandelte. Ried warf nun mit den Fans im Rücken alles nach vorne. Der Versuch von Nutz, Austria-Torhüter Philip Menzel zu überlisten, glückte in der 86. Minute nicht. Klagenfurt war in der Nachspielzeit durch Pink noch einmal knapp dran.
Das Ergebnis:
SV Ried - SK Austria Klagenfurt 2:2 (1:0)
Ried, josko Arena, 3750 Zuschauer, SR Hameter
Tore: 1:0 (30.) Chabbi, 1:1 (52.) Pink, 1:2 (72.) Pink, 2:2 (78.) Chabbi
Gelbe Karten: Wernitznig, N. Wimmer, Mahrer
Ried: Sahin-Radlinger - Ungar, Turi, Plavotic - Gragger, Martin, Michael (62. Wießmeier), Pomer - Nutz, Chabbi (82. Kronberger), Mikic
Klagenfurt: Menzel - Blauensteiner, Mahrer, N. Wimmer, Schumacher - Irving, Gkezos (87. Moreira), Cvetko - Wernitznig (46. Karweina), Pink, Rieder (78. Arweiler)
Die Stimmen:
Christian Heinle (Ried-Trainer): „Ich glaube, dass der Spielverlauf heute ein bisschen gegen uns war. Für den neutralen Beobachter war es ein flottes Spiel. Wenn wir das 2:0 machen, dann läuft das Spiel anders, aber wir haben die Tore zu billig bekommen. Die Reaktion auf das 1:2 war flott, aber wir haben die Angriffe im letzten Drittel unsauber ausgespielt. Es war ein gerechtes Unentschieden, zum Schluss haben beide mit offenem Visier gespielt.“
Peter Pacult (Klagenfurt-Trainer): „Wenn man das Spiel genau analysiert, ist das Unentschieden für beide nicht gut und doch wieder gut. Wir hatten in der zweiten Halbzeit durch die Umstellung mehr Luft nach vorne, aber ich denke, wenn die Rieder das 2:0 gemacht hätten, wäre es für uns sehr schwer geworden.“
Über Stürmer Markus Pink: „Er hat momentan einen guten Flow, er steht einfach da, wo man stehen muss. Das freut mich für ihn. Es ist nicht normal, dass ein Klub wie Klagenfurt, der im Vorjahr erst aufgestiegen ist, den Führenden in der Torschützenliste hat.“
Seifedin Chabbi (Ried-Stürmer/zweifacher Torschütze): „Ich habe etwas gemischte Gefühle. Wir haben zwei einfache Tore bekommen, das darf uns eigentlich nicht passieren. Wir nehmen den Punkt gerne mit, weil Klagenfurt eine gute Mannschaft ist und in der Tabelle weit oben steht, aber man hat gemerkt, dass uns nicht viel fehlt. Ich hatte zuletzt wenige Minuten, aber ich wusste immer, dass ich meine Chance bekomme.“








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