10.10.2022 14:27

Heizschwammerl-Verbot

„Gastronomie steht mit dem Rücken zur Wand“

Die heimische Gastronomie, darunter vor allem der sensible Bereich der Nachtgastronomie, steht derzeit unter massivem Druck: „Die Kosten steigen drastisch, aber wir können nur wenig davon an die Gäste weitergeben, da die sonst wegbleiben. Außerdem bricht das Wintergeschäft weg, da wir die ohnehin geringe Energieförderung nur bekommen, wenn wir die Heizschwammerl nicht verwenden“, kritisiert der Sprecher der Vereinigung der österreichischen Nachtgastronomen, Stefan Ratzenberger, im Interview mit Gerhard Koller.

Ohne Außenheizung kämen keine Gäste, schalte man sie jedoch ein, verliert man die Förderung. Auch in den Innenbereichen der Nachtgastronomie würden die Kosten explodieren - etwa bei den Energiekosten für Soundanlagen, der Beleuchtung der Tanzflächen oder den Kühlkosten des Barbetriebs. „Viele Clubs, Bars oder Diskos haben nur noch zwei Tage die Woche geöffnet - Freitag und Samstag. Der Donnerstag, wie in früheren Zeiten, rechnet sich nicht mehr, deshalb bleibt da immer häufiger zu."

„Politik muss klares Bekenntnis ablegen“
Damit könne dann teils auch das Personal nicht gehalten werden - und die Spirale nach unten drehe sich weiter. „Die Politik muss endlich ein klares Bekenntnis zu Tourismus und Gastronomie ablegen und die Betriebe in dieser existenziellen Krise fördern - wie etwa in Deutschland, wo die Mehrwertsteuer dauerhaft gesenkt worden ist. Hierzulande sei das nicht der Fall - viele Betriebe stehen daher mit dem Rücken zur Wand.“

„Dazu kommt die Angst vor neuerlichen Corona-Maßnahmen, die auch deshalb so lange herausgezögert worden sind, weil gerade die Bundespräsidentschaftswahl stattgefunden hat. Und da wollte man die Bevölkerung im Vorfeld nicht verärgern“, so Ratzenberger, der die Nachtgastro als großen Verlierer dieses Taktierens sieht. Viele brisante Forderungen der Branche sehen Sie im Video oben.

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