Gemeinsam abgesetzt

Sturm siegt und bleibt Salzburg auf den Fersen

Fußball National
09.10.2022 16:22

Sturm Graz hat am Sonntag in der 11. Runde der Fußball-Bundesliga einen 2:1-(2:1)-Arbeitssieg gegen die WSG Tirol gefeiert. Die Tore fielen dabei allesamt nach Eckbällen: Jon Gorenc-Stankovic (17.) und David Schnegg (37.) trafen für die Grazer ebenso per Kopf wie Kofi Schulz zum zwischenzeitlichen Ausgleich (20.). Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer sicherte mit nunmehr 24 Punkten Platz zwei, zwei Zähler hinter Meister Salzburg, ab. Die Wattener (11) bleiben Neunte.

Weiter geht es für Sturm in der Liga am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen den WAC, davor steht am Donnerstag das Europa-League-Spiel bei Lazio in Rom auf dem Programm. Die Tiroler empfangen am Samstag Austria Lustenau.

Ilzer gab nach dem 0:0 in der Europa League gegen Lazio Rom einigen Stammkräften wie Amadou Dante oder Alexander Prass eine Verschnaufpause und rotierte an fünf Positionen. Otar Kiteishvili kehrte nach fast fünf Monaten, in denen der 26-jährige Georgier an einer hartnäckigen Achillessehnen-Blessur laborierte, in die Startelf zurück. Dort stand auch Emanuel Emegha, der wegen einer Schulterverletzung seit Mitte September gefehlt hatte. Bei der WSG gab es nur eine Umstellung: Sandi Ogrinec ersetzte Lautaro Rinaldi, der wieder fitte Slowene spielte somit erstmals seit Mitte August von Beginn an.

Die erste dicke Chance der Partie gehörte vor 8.500 Zuschauern Emegha, der frei vor dem WSG-Gehäuse nur einen Kullerball zustande brachte. Torhüter Ferdinand Oswald nahm dies dankend an. Gut eine Viertelstunde später schlug es jedoch im Gästetor ein. Gorenc-Stankovic erzielte nach Sarkaria-Corner und Kopfball-Vorlage von Aleksandar Borkovic seinen ersten Saisontreffer und damit die Grazer Führung (17.).

Die hatte allerdings nur kurz Bestand. Denn drei Minuten später bezwang Schulz auf der anderen Seite nach einem Eckball von Bror Blume Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl, der damit nach 455 Minuten erstmals wieder hinter sich greifen musste. In einer ausgeglichenen Partie ließ Manprit Sarkaria nach schönem Kiteishvili-Zuspiel das 2:1 liegen (37.), Oswald klärte zum Corner. Dieser brachte den Vizemeister wieder in Front: Schnegg verlängerte den von Sarkaria getretenen Ball ins Tor der Tiroler und traf damit gegen seinen Ex-Club. Die letzte Möglichkeit vor der Pause hatte Kiteishvili, der aber an Oswald scheiterte (41.).

Die zweite Hälfte begann - so wie die erste zu Ende gegangen war - mit einer Kiteishvili-Chance. Der Georgier zeigte sich aber in einer Umschaltaktion zu eigensinnig und schoss, statt abzuspielen, am Tor vorbei (53.). Auf der anderen Seite vergab Valentino Müller nach Sabitzer-Pass völlig allein vor Siebenhandl den Ausgleich, der Torhüter rettete per Fußabwehr (59.). Nur wenige Sekunden später beförderte Lukas Sulzbacher das Leder ins Sturm-Tor. Doch nach Ansicht der Video-Bilder versagte Referee Arnes Talic dem Treffer wegen eines Handspiels von Thomas Sabitzer die Anerkennung.

Ilzer brachte nun gegen die forsch aufspielende Mannschaft von Coach Thomas Silberberger frische Kräfte. Zudem musste Schnegg angeschlagen raus (71.). In der Schlussphase vergaben Jusuf Gazibegovich (83) und der eingewechselte Albian Ajeti (87.) noch Chancen auf die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber, Oswald war jeweils zur Stelle. In der 95. Minute setzte Ajeti in einer kuriosen Szene, bei der Sturm drei, vier Mal die Gelegenheit zum Einschießen hatte, den Ball an den Pfosten.

Die Reaktionen:

Christian Ilzer (Sturm-Trainer): Die WSG hat es uns heute nicht leicht gemacht, wir selbst auch nicht. Wir waren in gewissen Phasen zu passiv. Es war wichtig, dieses Spiel zu gewinnen, wenn nicht alles leicht von der Hand geht. Das Gegentor unmittelbar nach der Führung war ärgerlich. Im Vorjahr hätten wir vielleicht so eine Partie verloren. Die drei Punkte sind sehr positiv für die Tabelle, damit wir möglichst zeitgerecht die Meistergruppe sicherstellen."

Thomas Silberberger (WSG-Coach): “Kein Vorwurf an die Mannschaft, ich bin stolz wie die Jungs aufgetreten sind. Wir haben aber bei Standards zweimal nicht aufgepasst. Am Ende des Tages hat die individuelle Klasse Sturm Graz auf die Siegerstraße gebracht. Das zeichnet diese Mannschaft aus."

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