30.09.2022 20:13

Top-Virologin warnt:

„Corona-Zahlen womöglich doppelt so hoch“

Seit einigen Tagen zeigen die Corona-Neuinfektionszahlen wieder steil nach oben - seit Dienstag sind die Tageswerte fünfstellig und bewegen sich zwischen 10.000 und gut 14.000 pro Tag. Dabei ist das nur die halbe Wahrheit: „Aufgrund der aktuell sehr geringen Zahl an Testungen merken symptomlos positiv Infizierte oft gar nicht, dass sie krank sind - oder wollen es nicht merken“, sagt Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien in „Nachgefragt“ mit Gerhard Koller.

Diese Menschen würden weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und auch zur Arbeit gehen - und dort dann weitere Personen anstecken. Es ist daher denkbar, dass die reale Neuinfektionszahl sogar doppelt so hoch ist als der offiziell ohnedies schon sehr hohe Wert, so die Virologin, die weiterhin appelliert, möglichst umsichtig mit dem Coronavirus umzugehen.

Spitalszahlen steigen
Die Corona-Spitalsbelegung dürfte in den nächsten Tagen auf rund 2000 belegte Betten hinaufgehen, wobei die Zahl der Intensivpatienten bei den derzeitigen Mutationen im Rahmen bleiben werde. Denn die aktuellen Erkrankungsverläufe seien insgesamt milder als frühere. Das können sich aber wieder ändern, Genaueres ist dazu nicht prognostizierbar.

Wer mit dem vierten Stich noch zuwarten kann
Der berühmte vierte Stich sei grundsätzlich für alle Personen über zwölf Jahren sinnvoll, ausgenommen nur all jene, die dreimal geimpft, aber innerhalb der letzten sechs Monate noch zusätzlich eine Corona-Infektion mit schwererem Verlauf gehabt hätten. In diesem Fall reicht die starke Immunantwort des Körpers auf das Virus aus, um mit der Impfung noch zuzuwarten - bis maximal sechs Monate nach der Infektion.

Viele weitere Details zur aktuellen Lage und zum Thema Affenpocken sehen Sie im Video oben.

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