Die Leih-E-Scooter sollen im Winter in Linz und anderen Städten eingemottet werden. Die Begeisterung hält sich allerdings in Grenzen. Das von der MFG angeführte Energie-Potenzial von 400 Haushalten ist auch fraglich.
Mit einem unkonventionellen Vorschlag ging am Mittwoch die MFG an die Öffentlichkeit. Weil Leih-E-Scooter alleine in Linz angeblich soviel Strom wie 400 Haushalte benötigen, solle man sie zumindest im Winterhalbjahr verbieten, damit würde man 100.000 Kilowattstunden sparen, so das Argument.
Zweifel an den Zahlen
Energieexperten können die Rechnung der MFG allerdings nicht nachvollziehen. Denn ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht im Jahr 3600 Kilowattstunden. Rechnet man das mal 400, wären das 1,4 Millionen Kilowattstunden. Und: Mit einer Kilowattstunde kommt ein E-Scooter je nach Bauweise 60 bis 100 Kilometer weit. Das heißt im Umkehrschluss, dass man bei den von der MFG ins Spiel gebrachten 100.000 Kilowattstunden rund zehn Millionen Kilometer fahren könnte.
Anbieter haben kein Verständnis
Angesichts dieser Zahlen kann auch Marlene Johler, die Generalmanagerin Österreich des Scooter-Anbieters Tier nur schmunzeln. „Zehn Millionen Kilometer fahren unsere Geräte sicher nicht.“ Grundsätzlich kann sie die Diskussionen aber ohnedies nicht nachvollziehen, hält das Ganze für eine populistische politische Forderung.
„Bei einem Verbot würden auch Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren“, gibt sie zu bedenken. Zudem seien die Scooter sehr effizient. „Wir haben einen 600-Watt-Akku, der bis zu zehn Tage hält“, betont Marlene Johler im Gespräch mit der „Krone“ zudem.










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