Hanf ist eine gute Geldanlage - auch wenn es sich um Medizin- und Industriehanf handelt, der nicht zur noch lukrativeren, aber illegalen Erzeugung von Cannabisprodukten verwendet werden kann. Doch offenbar haben auch Betrüger diese Anlageform im „Portfolio“, und ein junger Mühlviertler aus dem Bezirk Freistadt fiel auf sie herein.
Er investierte 50.000 Euro in – wie sich später herausstellte – erfundene Anteile einer Firma, die aus Hanf Medizinprodukte herstellt. Der erhoffte Gewinn verwandelte sich in ein finanzielles Desaster – die gesamte Investition ist weg. Der Mühlviertler hat die Polizei eingeschaltet, aber die Chancen, das Geld wieder zurückzubekommen, gehen gegen null.
45 Millionen Euro ergaunert
Allein im Vorjahr wurden in Oberösterreich 45 Millionen Euro durch Anlagebetrüger erbeutet. Rechnet man den einen Fall eines Mühlviertler Unternehmers heraus, der gleich 30 Millionen Euro auf einen Streich in den Sand gesetzt hatte, bleiben noch 15 Millionen Euro übrig, die Opfern aus Oberösterreich durch „kleinere Gaunereien“ aus der Tasche gezogen wurden. Das sind im Durchschnitt 41.000 Euro pro Tag! Damit haben die Ganoven, die im Ausland sitzen und bestens organisiert sind, bei jenem Freistädter, der in Hanf investiert und alles verloren hat, nur etwas mehr als den „Tageslohn“ aus OÖ eingestreift.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.