Die Teuerung ist Dauerthema. Im Tal oder am Berg. Die Vorbereitungen der Seilbahner und Touristiker auf den kommenden Winter laufen bereits auf Hochtouren. Noch sind viele Fragen offen.
Der erste Hirsch hat gemeldet, die Lärchen verfärben sich gelb. „Das sind die Vorboten, dass der Winter gut wird“, erklärt Veronika Scheffer. „Das ist früh heuer“, so die Chefin der Bergbahnen Zauchensee. Die Sommersaison läuft hier noch zwei Wochen, die Vorbereitung auf den Winter sind schon längst angelaufen. Die Strompreise und die Teuerung dominieren die Gespräche der Seilbahner.
„Wir werden an allen Ecken schauen, wo wir sparen können. Aber eines ist klar, der Gast soll das nicht zu spüren bekommen“, erklärt Scheffer. Die Tageskarte wird in der Salzburger Sportwelt mit 68 Euro heuer teurer. Ein logischer Schritt, denn 160 Hektar Pisten gilt es in Zauchensee zu präparieren und zu beschneien. „Ohne Beschneiung gibt es keinen Winter, es geht nicht mehr ohne“, sagt Scheffer. Das kostet viel Geld.
Wir werden an allen Ecken schauen, wo wir sparen können. Aber eines ist klar, der Gast soll das nicht zu spüren bekommen. Die Teuerung ist nicht abschätzbar, genauso wenig wieviel Mehrkosten der Markt verträgt.
Veronika Scheffer, Geschäftsführerin der Zauchenseer Bergbahnen
Vier- bis fünfmal so hohe Stromrechnung
In den Hotels kämpft man ebenso mit dem Preisen „Wir rechnen mit einer vier- bis fünfmal so hohen Stromrechnung“, sagt Hans Gruber. Das sei aber zu schaffen, notfalls müsse man ans Eigenkapital. Sein Fünf-Stern-Hotel „Cinderella“ in Obertauern spielt alle Luxus-Stückerln. Dementsprechend betucht sind auch die Gäste.
Die Preise starten in der Hauptsaison bei 300 Euro pro Person und Nacht. Im Sommer ist es weniger, der ist am Tauern ein Nebenschauplatz – noch. „Der heurige Sommer war ähnlich gut wie 2019. Wir sind zufrieden.“ Und der Winter? „Ich bin guter Dinge für die Saison“, erklärt Gruber. Die Buchungen im Hotel seien ordentlich.
Im Drei-Stern-Segment oder bei Apartments ist die Sache anders. Billigurlaub am Berg ist längst nicht mehr günstig. Auch wenn nach zwei Jahren Après-Ski-Pause viele wieder Party machen wollen, einige Betten in den Billig-Hotels werden wohl leer bleiben.









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