vkw-Vorstand Germann:

„Gas- und Strompreis müssen entkoppelt werden“

Vorarlberg
30.08.2022 17:35

illwerke-vkw-Vorstand Christof Germann fordert die Entkopplung von Gas- und Strompreis auf Europaebene sowie den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie. Zudem appelliert er an die Energiekonsumenten und ruft zum Sparen auf. 

Die Krise rund um „Wien Energie“ sorgt auch im Ländle für Unsicherheit. Wie die „Krone" bereits berichtete, ist hierzulande aber keinerlei finanzielles Desaster wie in der Bundeshauptstadt zu befürchten - weil die illwerke vkw keine Börsengeschäfte, die große finanzielle Sicherheiten bedingen, durchführt. Auch Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) betonte am Dienstag, dass die illwerke vkw auf stabilen Beinen stehen würden und hohe Investitionen geplant hätten.

Vier Milliarden Euro warten
Das bestätigte Vorstandsmitglied Christof Germann. Konkret seien es vier Milliarden Euro, die darauf warten, investiert zu werden. Er plädierte dafür, die aktuelle Energiekrise auch als Chance zu begreifen und vor allem in die erneuerbare Energie zu investieren. Zudem hätten Vorarlberger Haushalte für die kommende Heizsaison keine unliebsamen Überraschungen zu befürchten, da der Strompreis bis 31. März 2023 garantiert sei. Auch der Gasspeicher sei bereits zur Gänze befüllt. Derzeit versuchen die illwerke, das Volumen (500 Gigawattstunden) sogar noch ein wenig zu vergrößern.

Ebenfalls aus Sicherheitsgründen werden die Speicherstände bei Lüner-, Kops- und Silvretta-Stausee diesen Winter höher als sonst gehalten. „Ich denke, wir haben unsere Hausaufgaben gut erfüllt“, gab sich Germann zuversichtlich.

Bemühungen auf Europa-Ebene
Beim Erledigen der Hausaufgaben schneidet die Politik auf europäischer Ebene nicht ganz so gut ab. Germann forderte am Dienstag die Entkopplung des Gas- und Strompreises. Das Merit-Order-System sollte zumindest temporär adaptiert werden. Das könne allerdings nur auf europaweiter Ebene realisiert werden. Es gelte, diese Bestrebungen zu unterstützen.

Einen Appell richtete Germann auch an die Konsumenten. Mit jeder eingesparten Kilowattstunde Energie könne man beitragen, die Versorgungssicherheit im Land weiterhin zu gewährleisten.

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