Schulurkunde gefälscht

Betrugsprozess: Frau Direktor droht ein Fleck

Kärnten
24.08.2022 14:34

Dafür gibt´s von vielen Schülern wohl einen Fünfer! Eine Kärntner Volksschuldirektorin ist - wie berichtet - wegen Betrugs angeklagt, weil sie mit ihrer Tochter von der Gemeinde ein Studentenstipendium ergaunern wollte. Beide Frauen geben die Affäre an sich zwar zu, fühlen sich „aus rechtlichen Gründen“ aber völlig schuldlos.

„Ich wusste, dass es falsch war“, bekennt die 21-Jährige, die sich mit einer gefälschten Inskriptionsbestätigung als Studentin ausgab und so zu der Förderung von 100 Euro pro Semester kommen wollte. „Also habe ich die Mama angerufen und gesagt, sie soll den Antrag bei der Gemeinde doch wieder zurückziehen.“ Daraus leiten die beiden ab, keine Straftat begangen zu haben - sie sehen einen „Rücktritt vom Versuch“, der Straffreiheit garantiert. „Ich habe es nicht gewusst“, legt die Pädagogin noch eins drauf. „Sie wussten nicht, dass eine Schule nicht das gleiche wie eine Universität ist?“, ist Richter Uwe Dumpelnik fassungslos. Achselzucken.

Ob die Taktik der Schuld- und Ahnungslosigkeit klug ist, wird sich bei der nächsten Verhandlung zeigen. Immerhin geht´s ja um schweren Betrug. Ihre schlimmsten Strafen haben Mutter wie Tochter wohl sowieso schon erhalten: Das Mädchen flog von der Schule, die Mutter wurde als Direktorin abberufen und arbeitet wieder als Lehrerin.

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