Streit um Neubau des Hohenemser Waldkindergartens: ÖVP gegen Flächenumwidmung, weil Platz in gelber Wildwasser-Gefahrenzone liegt, die Spielorte sogar im roten Bereich.
Nachdem verschlafen wurde, sich rechtzeitig um einen geeigneten Standort zu kümmern, nimmt Bürgermeister Dieter Egger nun leichtfertig in Kauf, dass der Waldkindergarten in einer Wildbach-Gefahrenzone errichtet wird", wettert Stadträtin Angelika Benzer (ÖVP). Mit einem schnellen Umlaufbeschluss wollte das Hohenemser Stadtoberhaupt offenbar erreichen, dass die Kleinen im Herbst überhaupt einen Waldkindergarten haben. Mit den Stimmen von FPÖ und Grünen ist ihm dies auch gelungen.
Die ÖVP allerdings stellte sich quer - schließlich werde der Kindergarten in der gelben Wildwasser-Gefahrenzone gebaut, die dazugehörigen Spielorte liegen sogar in einer roten Zone! “Auch wenn der Bürgermeister diese Gefahrenzone verharmlost - rote Zone bleibt rote Zone„, betont ÖVP-Stadtrat Gerhard Stoppel. Besonders ärgerlich findet er, dass bei der Sicherheit der Kinder Abstriche gemacht werden sollen. Zwar habe seine Fraktion im Mai bei der Verlegung des Waldkindergartens mitgestimmt. “Damals wurde in der Stadtvertretung seitens der FPÖ aber auch behauptet, dass das geologische Gutachten, das bei baulichen Veränderungen eingeholt werden muss, bereits in Auftrag gegeben worden sei", berichtet er. Vorliegen würde bisher aber nur eine Stellungnahme der Wildbach- und Lawinenverbauung, in der ein solches Gutachten gefordert werde. Unterm Strich gibt es für Benzer und Stoppel noch einige offene Fragen - unter anderem auch, welche Kosten durch Auflagen noch auf die Stadt zukommen könnten.
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