Er war neben dem dreifachen Junioren-Weltmeister und Olympiafahrer Daniel Tschofenig vergangene Saison DER Aufsteiger im ÖSV-Adlerhorst: der Vorarlberger Ulrich Wohlgenannt! Im finnischen Lahti feierte der 27-Jährige mit dem Team seinen ersten Weltcupsieg, landete in den Einzelbewerben zudem zweimal in den Top-6. Am Freitag startet der Dornbirner beim Sommer Grand Prix in Wisla (Pol) in die neue Saison.
Zeit für Urlaub hatte Uli Wohlgenannt - er war in Göteborg, am Gardasee und viel in den heimischen Bergen. Nun geht aber für den Ländle-Adler bereits die Saison wieder los, der Dornbirner ist beim Sommer Grand Prix der Skispringer in Wisla (Pol) am Start. „In Polen ist man immer sehr gerne, da ist die Stimmung immer Bombe“, freut sich Uli.
Die erste Trainingsgruppe der ÖSV-Adler ist nicht dabei, dafür aber Gruppe zwei. Wohlgenannt gehört momentan aber zu keiner der beiden Gruppen richtig. „Ich bin derzeit gerade dazwischen“, erklärt er, „aber das macht nichts. Ich will einfach im Prozess bleiben und an meinen Baustellen arbeiten.“ Darum nimmt sich Uli für die Springen in Wisla auch gar nicht so viel vor. Er müsse nicht bei diesem Bewerb schon seine besten Sprünge zeigen, weiß er. „Ich kann gewinnen, aber auch Letzter werden, das ist mir bewusst“, erklärt der 27-Jährige, „ich will einfach nur gutes Selbstvertrauen aufbauen. Aber der Sommer Grand Prix kann schon ein Kickstarter sein, das hat man bei Kobayashi und Granerud gesehen - die sind explodiert, nachdem sie ihn gewonnen hatten.“
Und nicht nur beim Springen geht es bei Uli wieder los, noch etwas Wichtiges steht fett in seinem Terminplan: Am 1. August - an seinem 28. Geburtstag - darf er sich nämlich in Graz der Aufnahmeprüfung bei der Polizei stellen, gestern bekam er den positiven Bescheid. „Ich hoffe, dass ich gut genug bin“, sagt Uli, „mein Ziel ist es, einen Platz im Polizei-Spitzensportkader zu bekommen.“
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