Handy gekapert

Bomben-Alibi war wirklich keine Ausrede

Was für eine ungewöhnliche Geschichte. Nach drei Bombendrohungen in Linz geriet ein 16-jähriger Trauner ins Visier der Polizei. Dessen Alibi klang sehr unwahrscheinlich, war es aber dann doch nicht.

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Ein noch unbekannter Täter rief am 19. Juli 2022 gegen 22.30 Uhr bei drei Polizeiinspektionen in Linz an und drohte, den Linzer Hauptbahnhof in die Luft zu sprengen. Das Attentat sollte am nächsten Tag um 13 Uhr stattfinden.

Durch umfangreiche Ermittlungen, bei denen auch eine Standortpeilung des Mobiltelefons, mit dessen Rufnummer die Anrufe erfolgten, durchgeführt wurde, kam man auf einen 16-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land.

Handy wurde ferngesteuert
Der Bursch erklärte,  dass er nichts mit der Sache zu tun habe, war aber doch nicht ganz überrascht. „Mir hat wer am Handy gedroht, dass er mir die Polizei nach Hause schickt“, berichtete der 16-Jährige den Verfassungsschützern, während im Hintergrund der Drogenspürhund die Wohnung durchsuchte - aber nichts Explosives fand.

Unbekannter drohte
Der Bursche hatte über eine Sprach-App am Handy Kontakt zu dem bisher unbekannten Droher gehabt und dieser habe ihm angekündigt, dass er die Nummer des 16-Jährigen für Drohanrufe missbrauchen würde. Einen Mitschnitt des Gesprächs konnte der junge Trauner den Ermittlern vorspielen. Das Mobiltelefon und der Laptop des 16-Jährigen wurden von Experten untersucht.

Experten klärten alles
Später war klar: Der Bursch hatte die Wahrheit gesagt. Denn er hatte sein letztes Telefonat mit seinem Handy einige Zeit vor den Drohanrufen geführt, also muss ein unbekannten Täter seine Telefonnummer missbräuchlich verwendet haben. Die Ermittlungen dazu laufen.

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Freitag, 19. August 2022
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