Wirbel gab‘s am Samstag bei der 800-Jahr-Feier in Eferding in Oberösterreich: Denn als Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Landeshauptmann Thomas Stelzer am Stadtplatz vorgefahren wurden, setzten heftige Buhrufe und Pfiffe ein.
Vor 800 Jahren, am 14. Juli 1222, wurde Eferding das Stadtrecht verliehen – gilt damit als drittälteste Stadt Österreichs. Aus diesem Anlass fanden nun vier Tage lang Jubiläumsfeierlichkeiten statt. Das Wetter war prächtig und die Stimmung der meisten Teilnehmer ebenso. Eine offenbar von auswärts angereiste Gruppe von Corona-Maßnahmengegnern und Impfskeptikern sorgte aber am Samstag kurzfristig für Wirbel.
Als Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Landeshauptmann Thomas Stelzer am Stadtplatz vorgefahren wurden, setzten ein heftiges Pfeifkonzert und Buhrufe ein. Die Stimmung erinnerte an aggressive Fußballhooligans. „Das war unpassend und respektlos. Ich bin jedoch stolz darauf, wie unsere Eferdinger darauf reagiert haben“, sagt Bürgermeister Christian Penn (SPÖ).
Der Herr Bundespräsident und der Herr Landeshauptmann waren nur gekommen, um unserer Stadt zu gratulieren. Nicht etwa, um Wahlkampf zu betreiben.
Eferdings Bürgermeister Christian Penn (SPÖ)
„Traurig und peinlich“
Die Einheimischen wollten sich ihr Jubiläum von diesen Leuten offenbar nicht stören lassen und spendeten den politischen Festgästen lautstarken Applaus. Penn: „Dieser war vielfach dann sogar stärker als die Pfiffe der Kritiker.“ In den sozialen Medien äußerten Eferdinger aber ihre Empörung über die Störenfriede: „Traurig und peinlich!“















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