03.07.2022 19:00 |

In Sachen Bekanntheit

Vor Tiroler Landtagswahl: Mattle muss Gas geben

Die vorgezogene Landtagswahl in Tirol rückt näher - der Wahlkampf ist bereits im Gange. Bei der Bekanntheit hat der designierte VP-Spitzenkandidat Anton Mattle noch Aufholbedarf: Ihn kennen gerade einmal 71 Prozent der Tiroler. In Sachen Beliebtheit ist er hingegen die Nummer eins.

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Die aktuelle IMAD-Umfrage der „Tiroler Krone“ hat ein mittleres politisches Erdbeben ausgelöst. Vor allem innerhalb der Tiroler Volkspartei haben nach dem Ergebnis alle Alarmglocken geschrillt. Kein Wunder, müssen die Schwarzen derzeit doch froh sein, wenn noch ein Dreier vor dem Ergebnis steht. 30 Prozent sind aktuell ein Minus von fast 15 Prozent gegenüber der letzten Landtagswahl. Auf Platz 2 liegen die Blauen (16,6 %) und Dritter sind die Roten (15,2 %). Dahinter folgen Kopf an Kopf Grüne, NEOS und Liste Fritz (zwischen 10 und 12 Prozent).

Mattle bei Beliebtheit vorne
Doch welche Meinung haben die Tirolerinnen und Tiroler (600 wurden dazu befragt, die Schwankungsbreite liegt bei 3,9 %) von unseren Spitzenpolitikern? Am besten schneidet der designierte VP-Obmann Anton Mattle ab. Er bekommt immerhin 21 % sehr gut und 32 % gut. Und fast keinen Fünfer. Am anderen Ende der Skala liegt FPÖ-Obmann Markus Abwerzger: 29 % nicht genügend und 21 % genügend, nur 6 % Einser.

Positiv bewertet werden auch noch die Liste-Fritz-Mandatare Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint. Bei SPÖ-Chef Georg Dornauer sind die letzten Jahre ebenfalls nicht spurlos vorübergegangen – er bekam 16 % Fünfer, aber immerhin auch 21 % Einser und Zweier. In derselben Liga befinden sich auch Gebi Mair (Grüne) und Dominik Oberhofer (NEOS).

Abwerzger führt Bekanntheits-Ranking an
Und wie sieht es mit der Bekanntheit aus? Dieses Ranking wird erstmals von einem FPÖ-Politiker angeführt - nämlich von Abwerzger. Markus Abwerzger hat einen Bekanntheitsgrad von 87 %, gefolgt von SPÖ Chef Georg Dornauer. Nur an dritter Stelle - obwohl Mitglied der schwarz-grünen Tiroler Koalition - liegt Gebi Mair.

Anton Mattle hat derzeit nur einen Bekanntheitsgrad von rund 70 %. „Hier ist jedenfalls starker Aufholbedarf gegeben. Die Selbsteinschätzung von ruhig und besonnen kann auch rasch zu ,nicht wirklich wahrnehmen‘ führen. Ein stärkeres Profil mit klaren Ecken und Kanten würden LR Mattle jedenfalls nutzen. Er muss jetzt Gas geben“, analysiert der renommierte Politikforscher Christian Traweger.

Die neue grüne Frontfrau neben Mair, Petra Wohlfahrtstätter, erreicht in Sachen Bekanntheit weniger Prozent als die Partei selbst. Auch sie wird „angasen“ müssen

Markus Gassler
Markus Gassler
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