29.06.2022 09:58 |

Anrainer erzählen

„Musste Tochter (12) in Sicherheit bringen!“

Julia Gruber, Anrainerin in Treffen, steht vor dem Nichts. Und sie ist nicht die Einzige. Die Unwetter in Kärnten ziehen eine Spur der Verwüstung hinter sich her...

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Wilhelm Gassler (86), Altbürgermeister in Treffen, wohnt neben dem Meierei Bachl: „Seit ich lebe, ist das Bachl noch nie über die Ufer getreten!“ Aus kleinen, ruhigen Gewässern wurde in der Nacht auf Mittwoch reißende Fluten. Unter Tränen berichtet Julia Gruber, was passiert ist: „Ich wollte um 1.30 Uhr auf die Toilette. Da kam dann auch schon die Mure!“

Die Fenster zersplitterten, das Wasser und der Schlamm bahnten sich ihren Weg einmal quer durch das Familienhaus in Treffen.

Tochter (12) in Sicherheit gebracht
„Ich habe meine zwölfjährige Tochter geweckt und bin mit ihr und ihrer Großmutter zuerst in den ersten Stock und sobald sich alles etwas beruhigt hatte dann in einen Wohnwagen geflüchtet!“, beschreibt sie die Situation. Ein Baum stürzte auf das Haus, das untere Stockwerk steht unter Wasser und ist mit Schlamm bedeckt. „Keine Fotos dieser Welt können die Zerstörung hier abbilden!“, schluchzt die Frau bei dem Gespräch mit der „Krone“.

Die Wassermassen machten vor nichts und niemanden halt: „Der Traktor meines Mannes wurde in ein Feld etwa 500 Meter entfernt gespült. Es ist alles kaputt!“ 

„Wir haben sofort die Einsatzkräfte verständigt, aber es hat noch niemand geschafft hierher zu kommen! Wir haben kein Wasser, kein Strom! Ich weiß nicht, was ich tun soll!“ Gerade erst hatte sich Julia Gruber ein Nagelstudio in ihrem Haus eingerichtet und viel Geld investiert: „Ich stehe vor dem Nichts. Es ist alles weg, was meine Familie und ich uns aufgebaut haben!“ Und das ist nur eine der vielen tragischen Geschichten und Schicksale, für die das Unwetter verantwortlich ist. 

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