25.06.2022 18:30 |

Keine Stauhauptstadt

Bregenzer sagen Blechlawine den Kampf an

Schwarze Stadträte wollen Überlegungen in Sachen Citymaut vorantreiben. Bereits ab 1. Juli wird die Fußgängerzone erweitert - womit ein Ausweichen etwa über die Kirchstraße nicht mehr möglich ist. 

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Seit Beginn der Kontrollen an den deutschen Grenzen im Vorfeld des G7-Treffens müssen sich die ohnehin staugeplagten Bregenzer noch mehr in Geduld üben. Die Blechlawine zieht sich nicht nur entlang der L202, sondern auch über diverse Ausweichrouten wie etwa die Arlberg- und Römerstraße - oder sogar durch die Kirchstraße.

Bregenzer ÖVP will Citymaut

Diesem Treiben will die Bregenzer Volkspartei nun einen Riegel vorschieben und plädiert für eine Citymaut. „Wir brauchen konkrete Maßnahmen gegen den Durchzugsverkehr, denn Bregenz darf nicht zur Stauhauptstadt des Landes werden“, meint Wirtschaftsstadtrat Florian Rainer.

Ein elektronische Mautsystem mit Checkpoints, das vorzugsweise den Durchzugsverkehr bemaute, könne rasch und effizient eingeführt werden. Parteikollegin Veronika Marte fordert zudem eine generelle Temporeduktion auf 30 Stundenkilometer. Im Landtag sei gemeinsam mit den Grünen ein entsprechender Antrag eingebracht worden.

Ausweitung der Fußgängerzone

Bereits ab 1. Juli sind einige kleinere Ausweichrouten durch Bregenz tabu. Die politischen Vertreter haben nämlich eine Ausweitung der Fußgängerzone beschlossen: Römer- und Kirchstraße werden von der Montfortstraße bis zur Thalbachgasse zu Fußgängerzonen, ebenso die Schulgasse, die Rathaus-, die Anton-Schneider- und die Bergmannstraße bis zum Bezirksgericht. 

Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) spricht von einer „großen Chance, den Menschen das Stadtzentrum wieder zurückzugeben“. Der Wunsch nach einer autofreien Stadt sei von vielen Wirtschaftstreibenden und Bürgern an die Stadtpolitik herangetragen worden. Experten hätten zuletzt drei Monate lang geprüft, wie sich die Verkehrsberuhigung umsetzen lasse.

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