29.05.2022 07:57 |

Ukraine unter Druck

Hilferuf aus Kiew: „Brauchen wirksame Waffen“

Die Ukraine hat den Westen zur Lieferung moderner Mehrfachraketenwerfer mit hoher Reichweite für den Kampf gegen Russland aufgefordert. „Es ist schwer zu kämpfen, wenn man aus einer Entfernung von 70 Kilometern angegriffen wird, und nichts hat, womit man sich wehren kann“, beklagt Mychajlo Podoljak, der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dieser hat Russland nach Angriffen auf ukrainische Orte, bei denen Zivilisten ums Leben kamen, indes „neuen Terror“ vorgeworfen (siehe Video oben).

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„Wenn der Westen wirklich den Sieg der Ukraine will, ist es vielleicht Zeit, uns MLRS (in den USA hergestellte Artilleriesysteme, Anm.) zu geben?“, postete Podoljak am Samstag auf Twitter. Die Ukraine könne Russland „hinter den Eisernen Vorhang“ zurückbringen. „Aber dafür brauchen wir wirksame Waffen. Hier und jetzt“, schrieb er (siehe Tweet unten).

USA ziehen Lieferung in Erwägung
Die US-Regierung zieht einem Bericht zufolge in Erwägung, fortschrittliche Mehrfachraketenwerfer mit hoher Reichweite in die Ukraine zu schicken. Die Artilleriesysteme MLRS und HIMARS könnten Geschosse über bis zu 300 Kilometer abfeuern, hatte der Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf mehrere Beamte berichtet. Ein neues militärisches Hilfspaket könnte bereits in der kommenden Woche angekündigt werden.

Ein weiterer Berater des ukrainischen Präsidenten, Olexij Arestowitsch, sprach sich indes für Lieferungen von Raketen vom Typ „Harpoon“ (Bild oben) aus, mit denen Schiffe angegriffen werden können. Damit könnte die Ukraine die russische Blockade der Seehäfen durchbrechen, wurde Arestowitsch am Samstag von der Agentur Unian zitiert.

Selenskyj wirft Russland „neuen Terror“ vor
Selenskyj warf Russland indes „neuen Terror“ vor. Es handle sich um „sinnlose, barbarische Angriffe“ mit Raketen und Mörsern, sagte er am Samstag in einer Videoansprache - und forderte „die Welt“ auf, Russland „endlich offiziell als Terrorstaat, als Förderer des Terrorismus“ einzustufen. Bei Angriffen auf ukrainische Orte wurden den Behörden zufolge mehrere Zivilisten getötet oder verwundet.

Die ukrainische Armee teilte mit, russische Angriffe abgewehrt zu haben. Dabei seien 33 „Okkupanten“ getötet und sechs gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen. Besonders umkämpft war weiter die Großstadt Sewerodonezk im Donbass.

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