Der Baubeginn für die Erweiterung der Mönchsberggarage ist wieder einen Schritt näher gerückt. Der Verwaltungsgerichtshof hat eine Revision von Garagengegnern und Naturschutzbund zurückgewiesen. Deren Ziel war es, doch noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Mega-Projekt im Stadtberg zu erreichen. Die kommt jetzt nicht. „Wir können damit wie geplant die genehmigten Vorarbeiten am Krauthügel fortsetzen“, sagt Parkgaragen-Chef Helmut Sattler.
Verkehrsproblem der Stadt nicht berücksichtigt
Dieser Ausgang des Verfahrens kommt für die Garagengegner nicht komplett unerwartet. „Ganz überrascht war ich nicht“, sagt Roland Huber von der Bürgerinitiative gegen den Ausbau. Gehofft habe man bei der Bürgerinitiative natürlich auf einen anderen Ausgang. Gehofft hatte auch der Naturschutzbund, und zwar „dass bei so einer Frage die gesamte Verkehrsproblematik der Stadt und die längerfristigen Auswirkungen des Garagenbaus berücksichtigt werden“, wie Geschäftsführer Hannes Augustin sagt.
Nun sind noch zwei Revisionen gegen den naturschutzrechtlichen Bescheid für den Bau beim Verwaltungsgerichtshof offen. Diese können den Baustart aber nicht mehr verzögern. Deshalb setzen die Gegner nun ganz auf eine Bürgerbefragung, die wohl kommende Woche von der Hauptwahlbehörde der Stadt fixiert wird.
Elke Stolhofer, Antragstellerin für die Befragung, sieht darin ein Ausweg-Szenario für die Stadtpolitik aus dem mindestens 40 Millionen Euro teuren Projekt. „Es wäre die einmalige Gelegenheit, Rückgrat zu beweisen und sich ohne Gesichtsverlust von einem krampfhaft festgehaltenen Projekt zu verabschieden“, sagt sie.








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