25.03.2022 11:57 |

Daten ausgewertet

Darum setzt Wien die verkürzte Quarantäne nicht um

Es gleiche einer „Selbstaufgabe“ und sei „verantwortungsloses Handeln“ - mit deutlichen Worten hatte Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) einer verkürzten Quarantäne-Dauer jüngst eine Absage erteilt. Gestützt wird diese Entscheidung durch Daten, die Freitest-Versuche in Wien ergaben. Am fünften Tag gelang es nur einem Bruchteil der Covid-Erkrankten, sich überhaupt freizutesten.

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Die Variante des Bundes sieht vor: eine Entlassung aus der Quarantäne ab dem fünften Tag ohne Test, wobei man jedoch unter Verkehrsbeschränkungen fällt, unter bestimmten Voraussetzungen ist Arbeiten aber möglich. Wien sieht darin nach rechtlicher Prüfung lediglich eine „reine Empfehlung“ und bleibt bei seinen bisher gültigen Quarantäne-Regeln.

Nur die Hälfte wagt einen Freitest-Versuch
Dafür werden infektionsepidemologische Aspekte bzw. Daten in Sachen Freitesten ins Treffen geführt. Demnach zeigte die Auswertung der Freitest-Versuche in Wien, dass nur knapp die Hälfte aller positiven Personen mit so geringen Symptomen belastet ist, dass sie überhaupt einen Versuch unternimmt.

Und wird es versucht, schaffen es nur die Wenigsten: Insgesamt können sich damit nur zehn Prozent der erkrankten Personen tatsächlich am fünften Tag und weitere 20 Prozent bis zum neunten Tag freitesten.

Ohne Tests noch Ansteckung möglich
Gibt es eine automatische Entlassung aus der Absonderung, sei davon auszugehen, dass viele Personen noch ansteckend wären, wird gewarnt. Die erforderliche Symptomfreiheit für 48 Stunden sei außerdem nur schwer überprüfbar, befand der Krisenstab. Das gelte auch für die Einhaltung des Verbots bestimmter Lebensbereiche, wie etwa die Gastronomie.

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