Gemeindeaufsicht prüft

Hotelbau in der Kaiserstadt bleibt in der Kritik

Der Bau des Hotels „Grand Elisabeth“ in Bad Ischl wird nun auch ein Fall für die Gemeindeaufsicht. Laut Hannes Mathes von der Liste „Zukunft Ischl“ soll die Behörde den zwischen Stadt und Investoren vereinbarten „Freundschaftspreis“ unter die Lupe nehmen.

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„Neue Fakten haben den Verdacht auf Misswirtschaft verdichtet“, sieht der Ischler Bürgerlistenchef Hannes Mathes beim Bau des Hotels „Grand Elisabeth“ dringenden Aufklärungsbedarf. Wie berichtet, hat der ehemalige SP-Politiker kritisiert, dass das rund 9000 Quadratmeter große Grundstück auf 99 Jahre verpachtet wurde. Jahrespreis: 4200€.

Nun tauchte laut Mathes ein Leibrentenvertrag aus dem Jahr 1990 für ein 1800 Quadratmeter großes Teilstück des künftigen Hotelareals auf. Die Stadt soll dafür weiterhin 50.000 € pro Jahr zahlen. „Jegliche Vernunft wurde ausgeschaltet“, wirft Mathes SP-Bürgermeisterin Ines Schiller Freunderlwirtschaft vor. Diese sieht einer Prüfung durch die  Gemeindeaufsicht gelassen entgegen. „Die Leibrente für das ehemalige Kindergartengebäude gibt es seit acht Jahren nicht mehr. Eine andere Rente auf dem Areal ist mir nicht bekannt.“

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Wenn der Bau so billig ist, warum sind andere Firmen gescheitert?

Herbert Ackerl, Investor

Einer der Investoren ist Herbert Ackerl, Bruder des ehemaligen LH-Vize Josef Ackerl (SP). „Wenn der Bau so billig ist, warum sind andere Firmen gescheitert?“, fragt sich Herbert Ackerl. Er rechnet mit Errichtungskosten von rund 33 Millionen €.

Tiefgarage muss errichtet werden
Investor-Partner Philipp Zauner fügt hinzu: „Wenn man sich den Baurechtvertrag genau durchliest, sieht man, dass wir eine Tiefgarage bauen müssen. Bei rund vier Millionen Euro kann von billig nicht mehr die Rede sein.“

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