Mo, 20. August 2018

Crash von Petrow

30.05.2011 11:11

Sebastian Vettel gewinnt Chaos-Rennen in Monaco

Sebastian Vettel hat am Sonntag den Grand Prix von Monaco, der ebenso wie das Training und die Qualifikation (siehe auch Infobox) von einem schweren Crash überschattet wurde, gewonnen. Witali Petrow schlug in der 69. Runde mit seinem Renault-Boliden in einem sehr ungünstigen Winkel in die Leitplanken ein und musste auf der Strecke medizinisch behandelt werden. Das Rennen wurde daraufhin unterbrochen und nach rund 21 Minuten zu Ende gefahren.

Erstmals durfte sich der strahlende Vettel nach diesem Thriller aus dem Fürstenmund das "Ich bin glücklich, dass Sie es sind" anhören sowie zwei Wangenbusserln der angehenden Fürstin Charlene in der Fürstenbox abholen. "Unglaublich. Ich bin extrem glücklich, dass nun auch mein Name in der Siegerliste dieses Rennens steht", jubelte der 23-jährige Deutsche über seinen allerersten Triumph an der Cote d'Azur, den ersten eines Deutschen seit zehn Jahren.

Durch frühen Reifenstopp überrascht
Dabei hatte es trotz der 20. Pole Position zwischendurch gar nicht gut ausgesehen für den jungen Champ. Vettel fuhr zwar zunächst schnell eine deutliche Führung auf Jenson Button und Fernando Alonso heraus. Dann wurde man bei Red Bull von den frühen Reifenstopps der Konkurrenz aber offensichtlich überrascht, denn Vettels erster und letztlich einziger Reifenwechsel dauerte doppelt so lange wie normal. Teamkollege Mark Webber musste sogar eine halbe Minute warten und fiel vom vierten auf den 14. Rang zurück.

Der große Profiteur war Button, der in Führung ging und danach seinen McLaren mit Supersoft-Reifen derart "fliegen" ließ, dass er 15 Sekunden Vorsprung auf Vettel herausfuhr. Als das Safety Car erstmals auch noch just in dem Moment herauskam, als Vettel durch den zweiten Boxenstopp von Button und Alonso wieder die Führung übernommen hatte, schien endgültig alles verloren.

Vettel wechselt die Reifentaktik
Der Rest war Dramatik pur. Alonso und Button - trotz Dreistopp-Taktik - saugten sich schnell wieder an Vettel heran. Der Deutsche entschied deshalb, trotz anderslautender Anweisung aus der Box mit dem härteren Reifensatz fertig zu fahren. "Meine Reifen waren zwar langsamer, haben aber auch länger gehalten", erklärte Vettel.

Wie schon eine Woche zuvor in Barcelona verteidigte Vettel seine Führung mit Zähnen und Klauen, fuhr aber auch bestechend fehlerlos. Mitten in diesem großen Dreikampf um den Sieg löste ein Massencrash, bei dem Renault-Pilot Petrow kurz bewusstlos war und ins Krankenhaus gebracht werden musste, sechs Runden vor Schluss eine Unterbrechung und die endgültige Entscheidung zugunsten des Deutschen aus.

"Wir haben riskiert und gewonnen"
Denn während der 21-minütigen Wartephase durften alle Fahrer Reifen wechseln, und danach hatte Vettel keine Mühe mehr, seine Führung ins Ziel zu bringen. "Der Sieg schien schon in weiter Ferne zu sein. Wir hatten aufgrund des Boxenproblems keine andere Chance mehr zu gewinnen als mit einer Einstopp-Strategie", gab sich Vettel hochzufrieden. "Wir haben riskiert und gewonnen."

In der WM führt er jetzt so deutlich vor dem in Monaco sechstplatzierten Lewis Hamilton, dass er auch nach den kommenden zwei Rennen in Montreal und Valencia in der WM auf jeden Fall weiter führen wird. "Aber Vorsicht, der Weg ist noch weit", warnte Vettel.

Das Ergebnis in Monaco

Pl.

Name

Team

Abstand

1

S. Vettel

Red Bull

2

F. Alonso

Ferrari

0:01.138

3

J. Button

McLaren

0:02.378

4

M. Webber

Red Bull

0:23.101

5

K. Kobayashi

Sauber

0:26.916

6

L. Hamilton

McLaren

0:27.210

7

A. Sutil

Force India

+1 Rnd.

8

N. Heidfeld

Renault

+1 Rnd.

9

R. Barrichello

Williams

+1 Rnd.

10

S. Buemi

Toro Rosso

+1 Rnd.

11

N. Rosberg

Mercedes

+2 Rnd.

12

P. di Resta

Force India

+2 Rnd.

13

J. Trulli

Lotus

+2 Rnd.

14

H. Kovalainen

Lotus

+2 Rnd.

15

J. D’Ambrosio

Marussia-Virgin

+2 Rnd.

16

V. Liuzzi

HRT

+3 Rnd.

17

N. Karthikeyan

HRT

+4 Rnd.

18

P. Maldonado

Williams

+5 Rnd.

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