03.03.2022 06:00 |

Artenvielfalt in Wien

Großstadtdschungel als Arche Noah für Wildtiere

Wer hätte das gedacht: Der Großstadtdschungel Wiens ist Heimat für viele Wildbienen, Schmetterlinge und Co.

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Der Tag des Artenschutzes am 3. März soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit immer mehr Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht sind - auch in Österreich verschwinden Insekten, Bienen, Schmetterlinge, Vögel sowie Blumen und Pflanzen zunehmend von Wiesen, Feldern und aus Gärten. Dabei darf man nicht vergessen: Mehr als 90 Prozent der Wild- und 75 Prozent der Kulturpflanzen sind auf bestäubende Insekten angewiesen. Ohne sie gäbe es keine Äpfel, Marillen oder Kirschen und auch Kühlschränke und Tiefkühltruhen stünden leer. Schätzungen zufolge erbringen diese Insekten einen wirtschaftlichen Nutzen von jährlich bis zu 500 Milliarden Euro.

Wildtiere im Großstadtdschungel
Doch selbst im Großstadtdschungel tummeln sich viele Wildtiere. Wiener Nachtpfauenauge, Weißbindiger Waldportier und mehr als 100 verschiedenen Wildbienen-Spezies - sie alle flattern und summen auf einer einzigen Wiese im Wiener Donaupark! „Durch Einsatz von Wildblumensamen und extensive Mahd konnten wir diese ungenutzte Fläche mit vielen Freiwilligen in ein einzigartiges Schmetterlingsparadies verwandeln“, freut sich Ronald Würflinger von Stiftung Blühendes Österreich, die unter anderem von Billa unterstützt wird, am „Tag der Artenvielfalt“.

Jedes Fleckchen Grün zählt. Interessant dabei ist, dass Wiener Biologen der BOKU selbst entlang der Bim-Gleise und U-Bahn-Trassen eine ungeahnte Artenvielfalt entdeckten. Allein auf einer Fläche von 3,7 Hektar fanden die Forscher 378 Pflanzenarten sowie 25 Heuschrecken, 40 Tagfalter und 155 Wildbienenarten. 

Wertvolle Biotope gerettet
Die Bemühungen zum Erhalt der Artenvielfalt gehen weiter. Durch sorgsames Aufschichten einer Trockensteinmauer in alter Handwerkskunst konnten auch die letzten Rückzugsgebiete für Smaragd- und Zauneidechsen sowie die aussterbende Gottesanbeterin geschaffen werden. Österreichweit wurden mithilfe von Hunderten Bauern schon 950 Hektar wertvoller Biotope gerettet.

Mark Perry
Mark Perry
Martina Münzer-Greier
Martina Münzer-Greier
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