Ab Aschermittwoch

Fasten ist wie eine Reise zu sich selbst

Oberösterreich
02.03.2022 17:00

Julia M. fastete sich mit Hilfe eines Profi-Handbuchs zum Idealgewicht. Heidi Gadermayr fastet, weil es ihrer Seele gut tut. Methoden gibt es viele, das Wohlfühlen sollte man aber nie aus den Augen verlieren.

Heute, am Aschermittwoch, beginnt die Fastenzeit, die bis Ostern dauert. Doch Fasten ist längst ein ganzjähriger Trend. Die Anlässe dafür sind unterschiedlich. „Jeder hat so seine eigene Geschichte“, sagt Julia M. (Name der Redaktion bekannt). „Ich wog 99 Kilo, hatte starke Rückenschmerzen, und jeder Schritt war mühsam.“ Eine bevorstehende Wirbelsäulenoperation wurde zum Angelpunkt im Leben der Linzerin. „Damit ich operiert werden konnte, musste ich abnehmen. Das brachte mich in eine Zwickmühle.“

„Hunger auf Süßes war weg“
Sie hatte schon „40 Jahre Diätwahnsinn mit Jo-Jo-Effekt“ hinter sich. Wie sollte sie dieses Mal ihr Ziel erreichen? „Spontan kam ich auf Fasten!“ Julia M., die im Gesundheitsbereich tätig ist, kaufte sich das Buch einer Fastentrainerin. „Nach genauem Lesen legte ich los, machte Einstiegstage, dann folgten Suppen, Säfte und Gemüse.“ Für die „Krone“ blättert sie in ihrem Fastentagebuch: „Nach dem dritten Tag war der Hunger auf Süßes weg. Meine Knieschmerzen vergingen, bald stellte sich seelisch ein Fastenhoch ein.“

„In der Gruppe ist alles einfacher“
Fazit: Nach mehreren Fastenphasen hat sie heute ihr Idealgewicht. Ihr Tipp: „Besonders wichtig sind immer die Aufbautage!“ Das heißt: Nach der Fastenphase sollten gesunde Speisen achtsam zu sich genommen werden: „Damit man nachhaltig in der Kraft bleibt.“ Gerade Neulinge puncto Fasten sollten sich an eine erfahrene Fastentrainerin halten. „Oder man besucht ein Seminar, denn in der Gruppe ist alles einfacher“, meint Heidi Gadermayr aus Taiskirchen im Innviertel.

Neues Lebensgefühl ließ nicht mehr los
Sie machte beim Fasten zunächst eine schlechte Erfahrung: „Es ging nur um Gewichtsreduktion – das war nicht das Meine.“ Beim zweiten Versuch ging es um Darmgesundheit sowie „Zeit für sich selbst und den ganzheitlichen Blick.“ Wie maßgeschneidert: „Ich blühte richtig auf.“ Das neue Lebensgefühl ließ sie nicht mehr los – sie machte eine Ausbildung zur Fastenbegleiterin. Das „Zurücknehmen“ hat seither viel mehr Platz in ihrem Alltag. Sie geht mehr zu Fuß, legt das Handy oft weg, ist achtsamer mit anderen Menschen. „Er erlebe jeden Augenblick als kostbar. Das macht mich glücklich.“

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