26.02.2022 07:50 |

Präsident will bleiben

Selenskyj: „Werden die Waffen nicht niederlegen“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einer neuen Videobotschaft nach einer weiteren durchkämpften Nacht in der Ukraine seinen Durchhaltewillen bekräftigt. „Wir werden die Waffen nicht niederlegen, wir werden unseren Staat verteidigen“, sagte er in dem Video, in dem er offenbar vor seinem Amtssitz in Kiew stand. Er selbst werde in der Hauptstadt bleiben. Zudem wünsche er „allen einen guten Morgen“. Ein Evakuierungsangebot der USA hat er ausgeschlagen.

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Er wolle kursierende Falschnachrichten widerlegen, wonach er das Land verlassen habe, so Selenskyj: „Ich bin hier.“ Das Land müsse verteidigt werden. „Ruhm der Ukraine!“ Der ukrainische Präsident hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AP ein Evakuierungsangebot der USA ausgeschlagen: Er brauche Panzer und Abwehrmunition und „keine Mitfahrgelegenheit“.

Bereits am späten Freitagabend hatte sich der Präsident mit einer Videobotschaft direkt von den Straßen von Kiew gemeldet: „Das Schicksal des Landes entscheidet sich gerade jetzt“, sagte Selenskyj und warnte vor dem russischen Ansturm in der Nacht. Er rief die Bewohner der Millionenstadt zum entschlossenen Widerstand auf. „Der Feind wird alle seine Kräfte einsetzen, um unseren Widerstand zu brechen.“ Doch er und seine Regierung seien da. Er halte sich auch nicht in einem Bunker versteckt.

Warnung vor Straßenkämpfen
Die Behörden warnten unterdessen vor Straßenkämpfen in der ukrainischen Hauptstadt. „Auf den Straßen unserer Stadt laufen jetzt Kampfhandlungen. Wir bitten darum, Ruhe zu bewahren und maximal vorsichtig zu sein!“, hieß es in der Mitteilung am Samstag. Wer in einem Bunker sei, solle dort bleiben. Im Fall von Luftalarm sollten die Menschen den nächsten Bunker aufsuchen. Die Stadt veröffentlichte eine Karte dazu.

„Wenn Sie zu Hause sind, dann gehen Sie nicht ans Fenster, gehen Sie nicht auf die Balkone.“ Die Menschen sollten sich etwa auch abdecken, um sich vor Verletzungen zu schützen. In Kiew gilt eine Sperrstunde von 22 Uhr (21 MEZ) bis 7 Uhr (6 Uhr MEZ) morgens.

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