Auf Frau eingestochen

Kein Geld mehr vom AMS als Motiv für Messerattacke

Kärnten
24.01.2022 05:55

Nach der Messerattacke auf eine Klagenfurterin sind am Sonntag neue Details zur Bluttat bekannt geworden: Der mutmaßliche Täter, ein Asylberechtigter (28), der vermutlich an einer Persönlichkeitsstörung leidet, hat 40 Mal auf sein Opfer eingestochen. Er begründet seine Tat damit, dass ihm das AMS die finanzielle Unterstützung gestrichen habe.

Ein Video von der Bluttat, das von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden war und den Weg ins Internet fand, zeigt den erschreckenden Tathergang. Zu sehen ist der Armenier, der vor vier Jahren nach Österreich geflüchtet war und hier Asylstatus genießt. Er nähert sich von hinten seinem Opfer und sticht wie von Sinnen auf die 62-Jährige ein.

Mehrfach versucht, Frau die Kehle zu durchtrennen
Im Verhör zeigte sich der 28-Jährige geständig. Er hatte sich kurz nach der Tat angesichts des großen Polizeiaufgebotes widerstandslos festnehmen lassen. „Er hatte vor, die erste Person, die er auf der Straße antrifft, mit einem Messer zu töten, weil ihm das Arbeitsamt das Geld gestrichen hatte“, so ein Ermittler. Er stach mit dem Messer nicht nur gegen Hals und Oberkörper der Klagenfurterin, sondern versuchte auch mehrfach, ihr die Kehle zu durchtrennen.

Unternehmer als Lebensretter, der die Schreie hörte
Nur dem Eingreifen eines Klagenfurter Unternehmers, der in seinem Geschäft die Hilfeschreie der Frau gehört hatte, ist es zu verdanken, dass der Messerstecher sein Vorhaben nicht umsetzen konnte. „Mit gezielten Tritten konnte der Mann den Täter von seinem Opfer trennen“, so ein Polizist.

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Weil er kein Geld hatte, wollte er sich nach der Bluttat noch etwas zu essen besorgen - auch mit Waffengewalt, sollte ihn jemand daran hindern.

Ein Polizist

Die Tatwaffe selbst konnte in der Innenstadt-Wohnung des Armeniers sichergestellt werden. Bei seiner Festnahme hatte der 28-Jährige ein weiteres Messer dabei, ein Jausenmesser mit Wellenschliff und einer Klingenlänge von zwölf Zentimetern. Der Polizist: „Weil er kein Geld hatte, wollte er nach der Bluttat sich noch etwas zu essen besorgen - auch mit Waffengewalt, sollte ihn jemand daran hindern.“ Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. 

28-Jähriger war in psychiatrischer Behandlung
Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Das Opfer des Armeniers musste im Klinikum Klagenfurt notoperiert werden. Die Frau wird weiterhin intensivmedizinisch betreut. Der 28-Jährige ist in Haft, wo auch sein Gesundheitszustand untersucht wird, da er bereits 2018 in psychiatrischer Betreuung im Klinikum war. 

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