„Ordentlich gebumst“

Lenker rast mit Auto in Wiener Saunaklub

Im Rückwärtsgang bohrte sich ein Autolenker in den Wiener Funpalast, weil ihm offenbar die Öffnungszeiten zu kurz sind ...

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„Plötzlich hat es mitten in der Nacht ordentlich gebumst“, so die Prostituierte Camelia, die am vergangenen Sonntag um 2 Uhr Früh unsanft aus dem Schönheitsschlaf gerissen wurde. Eine Uhrzeit, zu der die junge Dame normalerweise im Funpalast in Liesing ihrer Arbeit nachkommt.

Dass Wiens größter Saunaklub aktuell (wie alle anderen Etablissements) nach den geltenden Covid-Maßnahmen aber bereits um 22 Uhr seine Pforten schließen muss, dürfte offenbar auch einem Kunden nicht gefallen haben.

Und dieser ließ jüngst seiner Wut dementsprechend auch freien Lauf.

Im Rückwärtsgang Eingangsportal durchbrochen
Wie auf den Aufnahmen der Überwachungskameras des Bordells zu sehen ist, umkurvte der junge Autolenker erst vorsichtig und gekonnt das vor dem Saunaklub stehende Gustav-Klimt-Denkmal, um dann in Folge mit voller Wucht mit seinem Opel Corsa im Rückwärtsgang in das Eingangsportal des Funpalasts zu rasen.

Nach dem zerstörerischen „Einparkmanöver“ stieg der Lenker aus dem Wagen und informierte selbst die Polizei. Was er aber gar nicht hätte tun müssen - die Exekutive war durch den ausgelösten stillen Alarm ohnehin bereits auf dem Weg.

„Früher kommen, aber nicht direkt mit Auto ins Lokal“
„Er hat unser Bordell offenbar in seinem aktuellen Notstand mit einem Fast-Food-Drive-in verwechselt“, so Laufhausmanager Peter Laskaris zur „Krone“. „Wir haben jetzt ohnehin bereits ab 11 Uhr geöffnet. Also bitte früher kommen als gar nicht - und nicht mit dem Auto direkt ins Lokal, wenn möglich ...“

Abgesehen vom Sachschaden, der hoffentlich vom Verursacher beglichen werden wird, kämpft der Saunaklub-Betreiber mit fehlenden Umsätzen: „Alleine die 22-Uhr-Sperrstunde frisst uns 50 Prozent vom bisherigen Umsatz. Hinzu kommt die übliche ,Jänner-Depression‘ - dann sind wir ohnehin bereits bei einem Ausfall von über 70 Prozent. Und das bei fortlaufenden vollen Betriebskosten“, stöhnt Funpalast-Chef Christoph Lielacher.

Was den Crash-Fahrer tatsächlich motiviert hatte, sprichwörtlich mit der Tür ins Haus zu fallen, konnte die Polizei vorerst nicht beantworten.

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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