12.01.2022 06:55 |

Qualvolle Tötung

Wirbel um die Fischotterjagd in Kärnten

Für die einen possierlicher Mitbewohner, für die anderen gefürchteter Räuber: Der Fischotter, seit einigen Jahren in Kärnten wieder zahlreicher vorhanden, polarisiert. Wie berichtet, wurde er zum Abschuss freigegeben – 102 Stück dürfen getötet werden. Ein Wildtierbiologe zeigt nun auf, wie qualvoll dieses Sterben sein kann.
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Schon der WWF hat das Land Kärnten für die Fischotterjagd kritisiert, jetzt schießt die Ex-Grünen-Politikerin Madeleine Petrovic als Chefin von Tierschutz Austria nach: „Ich fordere die Kärntner Landesregierung auf, diese grausame Art der Tötung sofort einzustellen!“

Grund für ihren Unmut ist ein Gutachten des Wildtierbiologen Hans-Heinrich Krüger, der vor allem die verwendeten Conibear-Fallen als nicht waidgerecht beanstandet. Durch diese würden die Fischotter besonders qualvoll sterben.

Kritik ist nicht neu
Für den zuständigen Landesrat Martin Gruber ist die Kritik nicht neu, sie ändere aber nichts an der Otter-Politik Kärntens.

Zitat Icon

Tierschutz hört für mich nicht an der Gewässeroberfläche auf. Der Fischotter ist und bleibt ein Raubtier – und er hat das ökologische Gleichgewicht in den Kärntner Gewässern aus den Fugen gebracht. Das müssen wir in den Griff bekommen!

LR Martin Gruber

Schmerzfreie Tötung möglich?
Grundsätzlich werde danach getrachtet, die Tiere schmerzfrei zu erlegen, jede Falle müsse gemeldet werden, erläutert sein Büro. Bisher wurden 72 Otter getötet, weitere 30 sollen noch bis November bejagt werden.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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