07.01.2022 15:05 |

Nach Flutkatastrophe

Weggespülte Eheringe in Sperrmüll wiedergefunden

Kleines Happy End knapp ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen: In der Gemeinde Swisttal nahe Köln sind zwei Eheringe zurückgegeben worden, die ein Polizist im Juli im Sperrmüll gefunden hatte. Die Schmuckstücke haben einen langen Weg hinter sich. Die erwachsenen Kinder der einstigen Besitzer holten sie am Freitag glücklich ab.

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Entdeckt hatte die Ringe ein Polizist aus Essen, der im Juli in Heimerzheim eingesetzt gewesen war. „Die beiden Ringe lagen am Rande eines großen Sperrmüllhaufens auf dem Boden“, berichtete er am Freitag. „Nach der ganzen Zerstörung und dem großen Leid der Menschen war das für mich schon ein kleiner Lichtblick“, sagte er weiter. „Solche Ringe haben ja einen hohen emotionalen Wert.“

Besitzer sind schon länger verstorben
Der Beamte brachte die Schmuckstücke zur Polizei Euskirchen. Von dort kamen sie zum Fundbüro der Gemeinde Swisttal, wo sie in einem Tresor aufbewahrt wurden. Als der örtliche „General-Anzeiger“ am Donnerstag über die herrenlosen Ringe mit den eingravierten Namen „Heinz“ und „Christiane“ berichtete, wurden die Angehörigen der vor längerer Zeit verstorbenen Besitzer aufmerksam.

Kinder haben nun Andenken zurück
„Vielen, vielen Dank allen, die sich da engagiert haben, die Engagement gezeigt haben und uns so eine kleine Erinnerung wieder bringen“, sagte der Sohn, Frank Knepper, am Freitag. Gemeinsam mit seiner Schwester Rita habe er den Eltern die Ringe deren 40. Hochzeitstag geschenkt.

Die Schmuckstücke befanden sich im Elternhaus in Heimerzheim, dass im Juli überflutet wurde. „Fast alle Erinnerungen sind weg“, so Frank Knepper: „Umso schöner, dass sie gefunden worden sind.“

 krone.at
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