31.12.2021 20:02 |

Blick in die Zukunft

Was das neue Jahr für das Burgenland bringt

Eine neue Zeitrechnung hat begonnen. Mitten in der Corona-Krise will das Burgenland seine Vorreiterrolle in der Pflege, beim Wohnen, im Klimaschutz und in der Forschung ausbauen.

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Das Burgenland - unendliche Weiten: Wir schreiben das Jahr 2022. Dies sind die Abenteuer eines pannonischen Raumschiffes, das mit seiner 296.500 Frau und Mann starken Crew unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen. Über Wortspielereien wie jene mit der legendären TV-Serie „Raumschiff Enterprise“ kann der Forschungskoordinator des Landes, Werner Gruber, nur schmunzeln. Als seriöser Physiker dringt er in wissenschaftliche Galaxien vor. Er gehört zum Kreis jener Experten, die mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil Zukunftsthemen anpacken.

Fortschritt ist angesagt
 „Dank dem großen Zusammenhalt in der Bevölkerung und einem guten Krisenmanagement ist das Burgenland bislang gut durch die Pandemie gekommen. Auch 2022 wird die Bewältigung dieser Krise im Zentrum der Landespolitik stehen“, schickt Doskozil voraus. Gleichzeitig will Österreichs jüngstes Bundesland verstärkt an dem Image als Zukunftsregion arbeiten. „Wir möchten eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen, aber auch soziale Themen werden weiterhin ganz großgeschrieben“, betont Doskozil. Konkret geht es um erneuerbare Energien, den Ausbau des Pflegemodells, leistbares Wohnen, die weitere Umsetzung des Mindestlohnes und den Status als attraktiver Wirtschaftsstandort durch Stärkung der Forschungsaktivitäten.

Stichwort Energiewende
 Das Burgenland bekommt 17 Millionen € aus dem Recovery-Fonds der EU. „Diese Mittel werden zur Gänze für den Klimaschutz eingesetzt“, verspricht der Landeshauptmann. Dafür soll gemeinsam mit der Energie Burgenland ein Programm entwickelt werden, das burgenländischen Haushalten den Ausstieg aus Gas und Öl erleichtern soll. „Parallel dazu wollen wir die Vorreiterrolle unseres Heimatlandes bei der Windkraft auf die Fotovoltaik ausweiten“, so Doskozil. Das alles hat - abgesehen vom Klimaschutz - noch ein hehres Ziel: Preisautarkie. „Grundsätzlich geht es darum, dass wir den Strom, den wir selbst erzeugen, auch 365 Tage im Jahr zur Verfügung haben wollen“, merkt Doskozil an.

Soziales Kernthema leistbares Wohnen
 In dieser Sache wird es 2022 Neuerungen im Burgenland geben, die österreichweit Schwung in die Debatte über zu hohe Lebenshaltungskosten bringen könnten. Im gemeinnützigen Wohnbau wird es für Genossenschaften Fördermittel nur mehr dann geben, wenn zwei Grundsätze befolgt werden: „Erstens muss für Mieter der Kauf einer Wohnung zum Errichtungswert und nicht zum Verkehrswert möglich sein. Zweitens muss ab der ersten Miete eine Anrechnung auf den Kaufpreis stattfinden“, erklärt Doskozil: „Wir wollen das beste Modell für die Bevölkerung und nicht für die Genossenschaften!“ Neue Förderrichtlinien sollen den Eigentumserwerb von Genossenschaftswohnungen wesentlich erleichtern und günstiger machen. Um das finanzielle Problem für die Bürger zu entschärfen, steigt das Land selbst in den sozialen Wohnbau ein.

Neue Etappe für Pflege
In der Pflege - das Anstellungsmodell findet sogar international Beachtung - erfolgt die nächste Etappe. „Wir wollen das Burgenland in Kleinregionen mit zwei bis vier Gemeinden und etwa 4000 Einwohnern einteilen. Jeweils ein Tageszentrum, betreutes Wohnen und die mobile Hauskrankenpflege werden zusammengeführt“, kündigt Doskozil an. Jene, die diese Hilfe benötigen, sollen auf ein lückenloses Angebot zurückgreifen können. Nur mehr ein Anbieter pro Gebiet soll zuständig sein. Noch im Jänner wird das Projekt mit Landesrat Leonhard Schneemann präsentiert und sofort in Pilotregionen erprobt.

Frischer Wind in der Forschung
Mit Weitblick setzt Gruber die Reihe „Science Village Talks“ fort: „Unser aller Ziel ist, die Zukunft schon jetzt beginnen zu lassen!“ Starke Impulse sollen das Lowergetikum in Pinkafeld und das „Digital Security Lab“ in Eisenstadt bringen, die Anfang des Jahres fertiggestellt werden. Und Gründerzentren begleiten Start-ups von der Entstehung bis zum Markteintritt.

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