Wirbel um Bauprojekte

„Wer baut ist viel wichtiger, als das was und wo!“

Ein Haus mit einer sehr langen und bewegten Geschichte sorgt in Tragwein wieder einmal für Diskussionen. Diesmal erhitzt aber nicht der Lärm der Dorfdisco „Bienenstich“, die im Gebäude des Kirchenwirts untergebracht war, die Gemüter, sondern die Untersagung von Ausbauplänen für neue Wohnungen.

„Es scheint, in Tragwein kommt es mehr darauf an, wer baut, statt was und wo gebaut wird“, ärgert sich Alois Landl. Der Kleinunternehmer würde zu den 20 bestehenden Wohnungen weitere sechs im ehemaligen Kirchenwirt-Gebäude errichten. Dafür müsste er das Haus am Marktplatz um zwei Stockwerke erhöhen.

„Der Bausachverständige des Landes hatte keinerlei Einwände gegen die Aufstockung. Da aber in der Grobplanung eine Überbauung des Gehsteiges in Betracht gezogen wurde, muss auch die Gemeinde ihre Zustimmung geben. Und sie tut das nicht. Die Begründung lautet, das Projekt würde nicht ins Ortsbild passen“, so Landl.

Auf Unverständnis stößt, dass nur ein paar Meter weiter das Gebäude der Raika aufgestockt wird und mitten im Ort mehrstöckige Gebäude aus dem Boden schießen. Außerhalb des Zentrums wurde eine rund ein Hektar große Wiese für den Bau 40 neuer Wohnungen umgewidmet.

VP-Ortschef Josef Naderer sieht sich nicht als Verhinderer der Kirchenwirt-Aufstockung: „Damit wir eine objektive Entscheidung finden, haben wir den Ortsbildbeirat des Landes beigezogen. Dieser entschied, dass es keine Chance auf die Realisierung der Ursprungsplanung gibt. Das heißt nicht, dass nichts geht. Man könnte etwa das Dachgeschoß ausbauen.“ Zur Raika-Aufstockung sagt der Ortschef: „Das Gebäude liegt nicht so zentral, ist von der Straße abgewandt und wirkt im Gebäudeverbund nicht so dominant.“

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