Vor dem Elternhaus

Der kleine Simon (2) erfror bei minus zehn Grad

In der beschaulichen Mühlviertler Gemeinde Vorderweißenbach hat sich in der Nacht zum Donnerstag eine unglaubliche Tragödie abgespielt: Ein erst zweijähriger Bub ist dort in der Nähe seines Elternhauses erfroren. Die Polizei ermittelt nun gegen die völlig gebrochenen Eltern wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

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Das Mühlviertler Paar (31 und 28) soll, nachdem es den Sohn zu Bett gebracht hatte und sicher war, dass er schläft, noch Nachbarn einen Besuch abgestattet haben. Mit dabei hatten die beiden auch ein Babyfon, um sofort hören zu können, falls der Zweijährige munter wird.

Eltern gesucht
Gegen 22 Uhr dürfte der kleine Simon dann wach geworden sein und die Eltern gesucht haben. Als er sie nicht fand, soll er die unversperrte Haustür geöffnet haben und ins Freie spaziert sein. Ob ihm versehentlich die Tür zufiel und er sie von außen dann nicht mehr öffnen konnte - oder ob er sich im Freien verirrt und nicht mehr zurückgefunden hatte, ist noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Der Zweijährige war jedenfalls nur mit dem Pyjama bekleidet. Die Eltern hörten offenbar nicht, als der Sohn munter wurde.

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Es ist einfach nur entsetzlich. Die Familie ist erst vor zwei Wochen ins neue Haus eingezogen. Sie hatte sich so darauf gefreut, Weihnachten im neuen Heim feiern zu können.

Leopold Gartner, Bürgermeister von Vorderweißenbach

Vor der Garage am Boden gelegen
Zurück von den Nachbarn, legten sie sich ins Bett. Gegen 5 Uhr Früh fiel ihnen auf, dass der Bub nicht in seinem Bett lag. Sie suchten verzweifelt zunächst das Haus ab und schließlich auch im Freien. Vor der Garage der Nachbarn fanden sie ihren Simon reglos am Boden liegen. 

Wiederbelebungsversuche
Sie alarmierten sofort die Rettung und versuchten, den Kleinen wiederzubeleben. Doch sowohl ihre als auch spätere Reanimationsversuche des Notarzt-Teams blieben erfolglos. Der Bub war bei Temperaturen um minus zehn Grad erfroren. Für die Eltern brach eine Welt zusammen, sie müssen psychologisch betreut werden.

28-jährige Mutter soll schwanger sein
Eine weitere tragische Komponente ist, dass die Mutter (28) gerade schwanger sein soll. Bürgermeister Leopold Gartner stattete den Eltern noch am Donnerstag einen Beileidsbesuch ab. „Es ist ganz furchtbar: Die Familie war erst vor zwei Wochen ins neue Haus eingezogen und hatte sich schon so auf Weihnachten gefreut.“

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