19.12.2021 13:45 |

„Offenheit wichtig“

Papst warnt Jugend vor „Virus des Individualismus“

Papst Franziskus fordert die Jugend auf, sich vor Individualismus in Acht zu nehmen. In seiner Videobotschaft zur Eröffnung des akademischen Jahres an der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand, betonte der Heilige Vater, dass die Universität der richtige Ort sei, um Antikörper gegen das „Virus des Individualismus“ zu entwickeln.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„Die Universität öffnet den Blick für die Realität und die Vielfalt - dort kann man seine Talente einbringen und sie allen zur Verfügung stellen. Offenheit und die Aufnahme des Anderen sind daher besonders wichtig, denn sie fördern die Solidarität zwischen den Generationen und bekämpfen individualistische Tendenzen“, fügte der Papst hinzu.

„Werden Sie nicht zu Traditionalisten!“
Der Pontifex forderte die jungen Menschen auf, sich auf ihre „Wurzeln“ zu besinnen, ohne „Traditionalisten“ zu werden. „Als Studenten gehören Sie zu einer Studiengemeinschaft mit soliden Wurzeln, aus der sie für Ihre Ausbildung schöpfen können und die ihnen jeden Tag aufs Neue den Enthusiasmus gibt, vorwärts zu gehen und ihre Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Werden Sie nicht zu Traditionalisten der Wurzeln, nehmen sie von den Wurzeln, um zu wachsen, um vorwärts zu kommen, um ihr Leben zu spielen“.

Zitat Icon

Es geht darum, neue Denkmodelle zu entwerfen, um Lösungen für die dringenden Probleme zu finden, die wir angehen müssen: von ökologischen bis zu wirtschaftlichen, von sozialen bis zu demografischen Fragen.

Papst Franziskus

Es sei notwendig, „die Kategorie der Aufklärung“ zu überwinden und „einem neuen, schöpferischen Denken“ Platz zu machen, erklärte das katholische Kirchenoberhaupt. „Die Welt ist heute vor allem völlig voneinander abhängig - dieser Zustand erfordert eine neue Anstrengung, denn dieser epochale Wandel hat die Interpretationsrahmen der Vergangenheit überholt, die für das Verständnis der Gegenwart nicht mehr nützlich sind. Es geht darum, neue Denkmodelle zu entwerfen, um Lösungen für die dringenden Probleme zu finden, die wir angehen müssen: von ökologischen bis zu wirtschaftlichen, von sozialen bis zu demografischen Fragen“, so der Papst abschließend.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).