07.12.2021 14:50 |

Steigende Infektionen

Covid-19: EU-Behörden empfehlen nun Kreuzimpfungen

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sprechen sich angesichts steigender Corona-Infektionszahlen für Kreuzimpfungen gegen Covid-19 aus. Damit könne mehr Flexibilität bei den Impfprogrammen in der Europäischen Union geschaffen werden, teilten die beiden Behörden am Dienstag mit. Studien zeigten, dass die Kombination von viralen Vektorimpfstoffen und mRNA-Vakzinen gute Antikörperspiegel hervorrufen.

Außerdem kommt es dabei zu einer stärkeren Reaktion der T-Zellen als bei der Verwendung desselben Vakzins. Das gelte unabhängig davon, ob es sich um die Grundimmunisierung oder die Auffrischungsimpfung handle.

Die bisher vorliegenden Daten deuteten zudem darauf hin, dass sogenannte heterologe Auffrischungsimpfung in Bezug auf die Immunreaktion genauso gut oder sogar besser sei als die Auffrischungsimpfung mit demselben Impfstoff. Kreuzimpfungen seien generell gut vertragen worden.

Teils fehlen noch ausreichende Daten
Die EMA und die ECDC erklärten aber auch, dass die Verwendung eines viralen Vektorimpfstoffs als zweite Dosis bei der Grundimmunisierung oder die Verwendung von zwei verschiedenen mRNA-Impfstoffen noch weniger gut untersucht sei. Weitere Forschungen seien im Gange. Kreuzimpfungen könnten aber für mehr Flexibilität sorgen, insbesondere falls ein Impfstoff - aus welchen Gründen auch immer - nicht verfügbar sein sollte.

Aufruf zum Impfen
Mit ihrer Empfehlung wollen die Behörden laut eigenen Angaben die Entscheidungsträger der nationalen Impfkampagnen dabei unterstützen, dass möglichst viele EU-Bürger so schnell wie möglich geimpft und geschützt werden. Sie forderten alle Bürger auf, sich vollständig zu impfen und die jüngsten Empfehlungen zu Booster-Impfungen zu befolgen.

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