06.12.2021 07:30 |

Unglück in Tweng

Bürgermeister: „Darf Gefahr nicht unterschätzen“

Twengs Bürgermeister Franz Kaml (ÖVP) stellte in Windeseile seine Gemeindestube zur Verfügung. Er mahnt Tourengeher zur Vorsicht.
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Herr Kaml, am Samstag, war plötzlich Ihr Gemeindeamt in Tweng eine Einsatzzentrale eines groß angelegten Bergrettungseinsatzes mit rund 120 Rettern. Wie kam es dazu ?

Ich möchte vorausschicken, dass wir alle sehr betroffen sind. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen und Angehörigen. Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit ganz bei ihnen. Auch bei den Einsatzorganisationen möchte ich mich bedanken. Alle Frauen und Männer haben vorbildlich gearbeitet. Als ich am Samstag Nachmittag die die Hubschrauber kreisen sah, bin ich sofort zum Einsatzleiter und habe mich mit dem Katastrophenschutzreferenten zusammengerufen. Wir haben abgeklärt, welche Räumlichkeiten wir zur Verfügung stellen können und haben die Verpflegung der Retter sichergestellt.

Welche Einsatzkräfte bezogen Ihre Gemeindestube?

Das Rote Kreuz hat bei uns im Gemeindeamt sein Kriseninterventionsteam einquartiert und hat es als Einsatzzentrale verwendet. Der Twengerhof hat seine Pforten für die Einsatzkräfte geöffnet; momentan haben die Gasthäuser ja nicht offen. Die Hilfsbereitschaft war im Ort sehr hoch: Die Leute brachten Verpflegung vorbei. Ein Metzger brachte etwa Würstel für die Retter.

Gibt es in Tweng öfter Lawinenabgänge in dieser Größenordnung?

Lawinenabgänge haben wir dann und wann. Die Lage ist angespannt, man kann nur appellieren: 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee sind verlockend. Man darf die Gefahr nicht unterschätzen.

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