02.12.2021 09:46 |

AK erzielt Vergleich

Geld zurück für FFP2-Masken von Hygiene Austria

Der Maskenhersteller Hygiene Austria soll aus China importierte FFP2-Masken als „Made in Austria“ umetikettiert haben - Konsumenten fühlten sich getäuscht, es gab Hausdurchsuchungen, die WKStA ermittelt. Auch die Arbeiterkammer (AK) hat sich eingeschalten und nun einen Vergleich erzielt.

„Viele Konsumenten fühlten sich getäuscht, denn sie wollten genau österreichische Masken, wollten ein österreichisches Unternehmen unterstützen und waren auch bereit dafür mehr zu bezahlen“, so Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic von der Arbeiterkammer im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag.

„Vergleich, um keine weiteren Kosten zu haben“
Die AK ist daraufhin zivilrechtlich aktiv geworden und hat Privatbeteiligung im Strafverfahren angemeldet, was schlussendlich zu diesem Vergleich geführt hat. „Das Unternehmen hat eher aus wirtschaftlichen Gründen einem Vergleich zugestimmt, um eben nicht weitere Kosten durch Gerichtsverfahren zu haben. In ihrer Rechtsansicht folgen sie uns nicht“, so Zgubic weiter.

Der Vergleich beläuft sich jedenfalls auf rund 10.200 Euro, was den 57 Konsumenten, die sich früh bei der AK gemeldet haben, ca. 178 Euro pro Person einbringt.

Geld zurück mit Rechnung
Auch alle anderen, die noch eine Rechnung von einem FFP2-Maskenkauf von Hygiene Austria oder Palmers zu Hause haben, können sich bei der AK melden, das Geld wird zurückerstattet. Immerhin waren die Masken nicht gerade Schnäppchen: „Eine einzelne Maske kostete ja doch fünf, sechs Euro - die war ja damals sehr, sehr hochpreisig“, so die Konsumentenschützerin.

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