15.11.2021 06:17 |

In Deutschkreutz

Zwei Demonstrationen am gleichen Grenzübergang

Aufgeheizt war die Stimmung am Sonntag in Deutschkreutz im Burgenland: So wurde die Gemeinde zum Schauplatz von zwei gegensätzlichen Demonstrationen. Während sich die Autonomen Antifa bei ihrer Gegenveranstaltung für Frieden in der Grenzregion starkmachten, forderte die Freiheitliche Jugend einen „Stopp des Asylwahnsinns“.

Die Lage an Burgenlands Grenzen spitzt sich zu: So verzeichnet das östliche Bundesland in Relation zum Rest von Österreich die meisten Flüchtlingsaufgriffe. Erst letzten Monat sorgte zudem die nächtliche Patrouille rechtsextremer Aktivisten an der Staatsgrenze im Burgenland für Aufsehen.

Nun werden daher auch die Anhänger der Autonomen Antifa Wien laut: Unter dem Motto „Gegen die Festung Europas und ihre Fans“ zogen sie am Sonntag durch die Straßen von Deutschkreutz, um für eine offene und solidarische Flüchtlingspolitik einzustehen. Rund 100 Mitglieder der linken Szene marschierte dabei am frühen Nachmittag bis zum örtlichen Grenzübergang, ehe sie von zahlreichen Polizeibeamten aufgehalten wurden.

Antifaschisten trafen auf Freiheitliche
Der Grund: Nur 150 Meter entfernt fand ein Protest der Freiheitlichen Jugend Burgenland statt. Sie möchte die hohen Aufgriffszahlen der illegalen Migranten nicht länger hinnehmen, hieß es in der politischen Kundgebung, zu der rund 60 Freiheitliche Anhänger erschienen waren.

Großaufgebot an Polizisten im Einsatz
Wenngleich die Stimmung angespannt war, als die beiden gegensätzlichen Bewegungen aufeinandertrafen, kam es vor Ort zu keinen gravierenden Auseinandersetzungen. Dafür sorgten zahlreiche Beamte, darunter Bezirkskräfte aus Oberpullendorf und der Landesverkehrsabteilung, die Ordnungsdiensteinheit, Polizisten der Einsatzeinheit Burgenland sowie die sogenannten „Schnellen Reaktionskräfte“. „Die Polizei hatte die Lage gut unter Kontrolle, da wir die beiden Demos mittels Absperrung und Beamten voneinander trennen konnten. So wurden körperliche Konfrontationen verhindert“, berichtete Polizeisprecher Helmut Marban.

Bianca Nastl
Bianca Nastl
Christian Schulter
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