12.11.2021 08:08 |

Risiko steigt rasant

Lage in Deutschland „sehr besorgniserregend“

Bei der Corona-Lage in Deutschland ist weiterhin keinerlei Entspannung in Sicht. Zwar liegen die Infektionszahlen noch immer deutlich unter jenen in Österreich, das Robert-Koch-Institut (RKI) spricht aber dennoch von einer „sehr besorgniserregenden“ Situation. Besonders all jene Menschen, die sich noch nicht gegen das Virus impfen haben lassen, hätten nun ein sehr hohes Risiko, sich anzustecken.

Der Anstieg der Corona-Zahlen trifft unser Nachbarland zum Start der Faschingszeit. In Zusammenhang mit dem Karnevalsauftakt rät das RKI in seinem Wochenbericht aber grundsätzlich „dringend dazu, größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren.“

Gefahr für Geimpfte „moderat“
Auch Geimpfte und Genesene sollten demnach Masken tragen, Abstand halten und Räume, in denen mehrere Menschen sind, regelmäßig lüften. Bei Atemwegserkrankungen wie etwa Schnupfen oder Husten sei es für alle Menschen, auch geimpfte, „unbedingt erforderlich“, daheim zu bleiben, zudem jedoch einen Hausarzt zu kontaktieren und dort einen PCR-Test machen zu lassen, heißt es in dem Wochenbericht. Das RKI schätzt die Gefährdung der nicht oder nicht vollständig Geimpften in Deutschland weiterhin als sehr hoch ein.


Für vollständig Geimpfte sei sie moderat, aber ansteigend. Parallel zum Coronavirus breiten sich auch andere Infektionen derzeit schnell aus. Die Zahlen der Grippefälle und anderer Atemwegserkrankungen liegen laut RKI deutlich höher als in der vorherigen Saison.

Auch Zahl der Todesfälle steigt
Der Anstieg der Inzidenz macht sich inzwischen auch in der Zahl der Todesfälle bemerkbar. Meist liegen zwischen Infektion und Tod laut RKI zwei bis drei Wochen. Die vergangenen drei Wochen zeigen nun einen Anstieg auf 643 Todesfälle in der ersten Novemberwoche. Hier sei zudem noch mit Nachmeldungen zu rechnen.

Von allen knapp 100.000 Menschen, die mit oder an Covid-19 in Deutschland bislang starben, waren 86 Prozent über 70 Jahre alt. Bislang seien dem RKI 32 validierte Covid-19-Todesfälle bei unter 20-Jährigen übermittelt worden, schreibt das Institut. Bei 21 Fällen lagen Angaben zu bekannten Vorerkrankungen vor.

Zahl der Impfdurchbrüche „erwartbar“
Trotz zunehmender Impfdurchbrüche geht das RKI weiterhin von einer hohen Wirksamkeit der Impfstoffe aus. „Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich SARS-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet.“

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