31.10.2021 09:02 |

Zu wenig Studienplätze

Ärztemangel im Kuhstall: Veterinäre werden knapp!

Auf dem Land werden die Veterinäre knapp - zumindest jene, die auf Nutztiere spezialisiert sind. Denn viele von ihnen verabschieden sich in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Ärztenachwuchs gibt es kaum. Die Landwirtschaftskammer (LK) fordert deshalb die Kärntner Politiker auf, angemessene Maßnahmen zu setzen.

„Knapp 30 Prozent der Nutztierärzte gehen bald in Pension. Zukunftsprognosen zeigen, dass Kärnten bis 2030 noch schneller als andere Bundesländer in einen bedrohlichen Tierärztemangel schlittern wird!“, gibt LK-Präsident Sigfried Huber zu bedenken. Die Sorgen der Landwirte seien groß: „Auf dem Spiel steht nicht nur das Tierwohl, auch die hohen Standards der Lebensmittelsicherheit sind akut gefährdet!“

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Probleme stellen begrenzte Studienplätze auf der veterinärmedizinischen Uni Wien dar! Viele Plätze werden von Studenten belegt, die sich auf Kleintiere spezialisieren wollen - hier braucht es mehr Ausgewogenheit!

LK-Präsident Siegfried Huber

Mehr Studienplätze gefordert
In der Sitzung des Landtagsausschusses am kommenden Dienstag wollen Bauernvertreter deshalb ein Maßnahmenpaket vorlegen. „Wir verlangen den Beschluss einer Resolution, die die Erhöhung der Zugangszahlen zum Studium beinhaltet. Denen, die Nutztierarzt werden wollen, soll der Zugang erleichtert werden.“

Auch die Einführung eines Kärntner Tierärztestipendiums und einer Niederlassungsprämie in Gemeinden, wo die ärztliche Nutztierversorgung nicht gewährleistet ist, werden gefordert. „Ohne Veterinäre sind Landwirte aufgeschmissen!“, warnt Huber.

Elisa Aschbacher
Elisa Aschbacher
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