Innovations-Managerin

„Auf das Verkosten sind die meisten neidisch“

Sie ging direkt neben der Brauerei Zipf in die Volksschule, ihr Opa war Fassbinder, einer ihrer Brüder hat die Braumeister-Ausbildung gemacht. „Ich bin mit Bier aufgewachsen“, sagt Andrea Brandt, die die Innovationsabteilung der Brau-Union Österreich in Linz leitet. Fünf bis acht Getränke werden pro Jahr entwickelt.

Für Andrea Brandt war rasch klar gewesen, wohin sie ihr beruflicher Weg führen soll: In den Ferien hatte sie in der Brauerei Zipf gearbeitet, nach dem Handelswissenschafts-Studium führte allerdings erst die dritte Bewerbung bei der Brau-Union zum Erfolg. Die Hartnäckigkeit machte sich bezahlt. Brandt leitet seit neun Jahren den Innovationsbereich bei Österreichs größter Brauerei, in dem ein dreiköpfiges Team werkt.

Viel dreht sich hier um Konzepte, um Verpackungen, dazu kommen die Rezepturen. „Man hat eine sehr genaue Vorstellung davon, wie das Getränk am Ende schmecken soll“, erzählt die 43-Jährige. Ihr Weg führt sie dabei immer wieder zur Pilot-Produktionsanlage, die die Brau Union am Gelände in der Poschacherstraße in Linz betreibt.

Biersommelier-Ausbildung gemacht
Die Mini-Brauerei, in der Michael Flieher das Sagen hat, ist ein streng abgetrennter Bereich, vor dem eine Heineken-Bar und ein Gastgarten eingerichtet wurden und zwei Wuzzeltische stehen. „Auf das Verkosten sind die meisten neidisch“, erzählt jene Frau, die die Biersommelier-Ausbildung gemacht hat, und lächelt. Besuchern sticht beim Verlassen der Test-Produktion übrigens ein Schriftzug ins Auge: „Wer neue Wege gehen will, muss alte Pfade verlassen.“

Die Entwicklungsarbeit ist ein „Eintauchen in alle Sinne“, beschreibt es Brandt. Die Grundzutaten für den Job? „Neugierde und Offenheit für das Neue.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Montag, 29. November 2021
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