30.10.2021 19:36 |

Erste Bank Open 2021

FINALE! Tiafoe kickt überraschend Sinner raus

Das Finale des traditionellen Stadthallen-Turniers in Wien hat seinen Überraschungsmann: Nach Alexander Zverev, der am Samstag in beeindruckender Manier in sein erstes Wien-Endspiel eingezogen war, hat Qualifikant Frances Tiafoe die Sensation geschafft! Der aus Südtirol stammende Jannik Sinner stand kurz vor einem klaren Sieg, doch der US-Boy drehte die Partie mit kräftiger Unterstützung von 8700 Fans zum 3:6-7:5-6:2-Erfolg.

Der Bezwinger von Turnierfavorit Stefanos Tsitsipas und danach Diego Schwartzman lag gegen Sinner schon klar zurück: 3:6, 2:5 und noch kaum jemand glaubte an den Außenseiter. Das gleiche Ergebnis wie Zverev (6:3, 6:3) lag für Sinner bereit, doch dank seiner das Publikum mitreißenden Art egalisierte „Showman“ Tiafoe ein 2:5 und der Weltranglisten-49. rettete sich mit einem 7:5 in den dritten Satz.

Und auch in diesem hatte er sein Pulver noch nicht verschossen. Der coole Sinner war gegen den heißblütigen Tiafoe plötzlich nicht mehr der Chef auf dem Platz. Tiafoe ließ alle Corona-Regeln vergessen, umarmte die Zuschauer oder klatschte immer wieder mit ihnen ab. Breaks zum 2:1 sowie 5:2 und eines der wohl emotionalsten Matches der vergangenen Jahre in der Stadthalle bescherten Tiafoe im dritten Duell mit Sinner den ersten Sieg. Für Sinner blieb als Trost, dass er am Montag erstmals in die Top-Ten einziehen wird.

Das Publikum war der Schlüssel für Tiafoes Sieg, wie er auch zugab: „Ich hätte wirklich hoch verloren, wenn niemand da gewesen wäre. Seit die Fans zurückgekommen sind, macht es einfach viel mehr Spaß. Ich möchte einfach eine Show bieten“, gab Tiafoe zu. Als er den Eindruck hatte, seine Woche werde gleich zu Ende sein, wollte er etwas für die Fans tun, sie umarmen. „Und man weiß es nie, so kann man auch in den Kopf des Gegners kommen“, sagte er lächelnd.

Sinner war von der Show Tiafoes weniger begeistert und beschwerte sich. „Heute war es ein bisschen zu viel von ihm, das war nicht sehr respektvoll“, beklagte sich der Südtiroler. „Das Publikum ist doch aus einem Grund da. Ich fühle mich dafür nicht schlecht“, war die Replik des US-Amerikaners. „Ich habe heute alles getan, um über die Ziellinie zu kommen.“ Sein Final-Gegner Zverev sei ein großartiger Spieler. „Ich kenne ihn seit wir zehn oder elf waren. Ich muss das Letzte aus mir rausholen, auch wenn ich extrem müde bin.“

krone Sport
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