Ringen geht weiter

Stadtstraße: „Es wird Verzögerungen geben“

Die Bagger stehen auf den Baustellen für die Stadtstraße derzeit still. Unterdessen wirbt die Stadt Wien weiterhin für das umstrittene Projekt.

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Planungsstadträtin Ulli Sima und eine Expertenrunde betonten einmal mehr, wie wichtig die Stadtstraße für die weitere Entwicklung in Wien ist. Der geplante Baubeginn im heurigen Jahr, wie ihn noch ein Info-Video der Stadt ankündigt, scheint aber durch die Baustellen-Besetzung unrealistisch.

„Es wird Verzögerungen geben“, meinte Robert Lechner (Österreichisches Ökologieinstitut). Noch schlimmer wäre es aber, wenn die Stadtstraße überhaupt nicht kommt. „Dann gibt es einen Baustopp, und es können keine Wohnungen mehr gebaut werden.“

Das Alternativszenario wäre eine Verlagerung ins Umland – samt enormer Zersiedelung. Die Experten sehen hier negative Folgen für den Klimaschutz.

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Die Stadtstraße ist nicht nur für die Stadtentwicklung notwendig, sondern auch für die Entlastung von Wohngebieten.

Verkehrsexperte Werner Rosinak

Neue Arbeitsplätze nördlich der Donau?
Verkehrsexperte Werner Rosinak erläuterte, dass auch die Entlastung der Ortskerne und von Wohngebieten von der Stadtstraße abhängen würde. Zugleich sei ein massiver Öffi-Ausbau geplant. Christof Schremmer (Österreichischen Institut für Raumplanung) betonte noch einen anderen Aspekt: „Es würde dann auch die Chancen geben, dass nördlich der Donau neue Arbeitsplätze entstehen.“ 

Sima setzt vorerst noch auf Gespräche mit den Baustellenbesetzern: „Ich hoffe auf eine gute Lösung.“

Rave auf Baustelle
Für die Besetzer ist die einzige Lösung jedoch ein kompletter Baustopp. Um noch mehr Mitstreiter zu mobilisieren, veranstalten die Aktivisten am Sonntag ab 11 Uhr sogar ein Rave bei der Baustelle Hausfeldstraße.

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