02.10.2021 15:44 |

Zivilschutz-Probealarm

99,38% der Sirenen heulten, nur 52 blieben stumm

Samstagmittag wurde wieder ein bundesweiter Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Zwischen 12 Uhr und 12.45 Uhr wurden in ganz Österreich 8328 Feuerwehr-Sirenen auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft und nach dem Signal „Sirenenprobe“ die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“ ausgestrahlt. 99,38 Prozent funktionierten einwandfrei, nur 52 Sirenen blieben stumm.

Der Probealarm dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden. Österreich verfügt als eines von wenigen Ländern über eine flächendeckende Sirenen-Warnung. Die Alarm-Auslösung erfolgt je nach Gefahrensituation von der Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Koordinationscenter des Innenministeriums, von den Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer oder den Bezirkswarnzentralen.

Die Bedeutung der Sirenentöne:

  • Der Zivilschutz-Probealarm begann um 12 Uhr mit einem 15-sekündigen gleichbleibenden Dauerton, der „Sirenenprobe“.
  • Um 12.15 Uhr folgte ein dreiminütiger gleichbleibender Dauerton. Dieser bedeutet „Warnung“. Im Ernstfall soll sich die Bevölkerung dann über Rundfunk (Radio, TV) oder Internet über die aktuelle Lage informieren.
  • Um 12.30 Uhr ertönte österreichweit das „Alarm“-Signal: Ein einminütiger auf- und abschwellender Ton, der im Ernstfall unmittelbare Gefahr bedeutet. Dann gilt es, Schutz in geschlossenen Bereichen oder Räumen zu suchen und sich über die Medien über aktuelle Verhaltensmaßnahmen zu informieren.
  • Mit der Entwarnung um 12.45 Uhr (einem eine Minute langen Dauerton) warder Zivilschutz-Probealarm zu Ende.

Die Detailergebnisse der einzelnen Bundesländer:

  • Tirol: 100%, alle 1025 Sirenen funktionierten
  • Burgenland: 100%, alle 319 Sirenen funktionierten
  • Vorarlberg: 100%, alle 227 Sirenen funktionierten
  • Oberösterreich: 99,93%, ein Ausfall bei 1460 Sirenen
  • Niederösterreich: 99,63%, neun Ausfälle bei 2450 Sirenen
  • Wien: 99,44%, ein Ausfall bei 180 Sirenen
  • Kärnten: 99,43%, fünf Ausfälle bei 876 Sirenen
  • Salzburg: 99,42%, drei Ausfälle bei 513 Sirenen
  • Steiermark: 97,42%, 33 Ausfälle bei 1278 Sirenen

„Österreich verfügt über ein gut ausgebautes Warn- und Alarmsystem, das vom Innenministerium gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen betrieben wird. Damit hat Österreich als eines von wenigen Ländern eine flächendeckende Sirenenwarnung“, sagte Innenminister Karl Nehammer. „Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern der Blaulichtorganisation für deren Einsatz im Krisenfall.“

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