Habeck Vizekanzler?

Mehrheit der Deutschen möchte Ampel-Koalition

Ausland
27.09.2021 22:42

Einen Tag nach der Deutschen Bundestagswahl wünscht sich die Mehrheit der Deutschen eine sogenannte Ampel-Koalition für das Land - also ein Bündnis aus SPD, Grünen und der FDP. Die Grünen dürften sich im Koalitionspoker indessen bereits personell in Stellung gebracht haben. Laut Medienberichten zieht Spitzenkandidatin Annalena Baerbock dabei den Kürzeren - möglicher Vizekanzler könnte demnach Robert Habeck werden.

55 Prozent der Befragten sprachen sich in der aktuellen ARD-Umfrage für eine solche Regierungskonstellation aus. Hingegen bevorzugten nur 33 Prozent eine Regierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Besonders eindeutig fiel die Präferenz der Befragten für einen künftigen Bundeskanzler aus: 62 Prozent sprachen sich dabei für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz aus, nur 16 Prozent für den Unionskandidaten Armin Laschet.

Die CDU scheint der Nachwahlbefragungen von ntv zufolge keine glückliche Wahl ihres Spitzenkandidaten getroffen zu haben - hätte man den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder nominiert, wäre man aktuell wohl auf mehr als 30 Prozent der Stimmen gekommen.

Laschet (mitte) hofft auf eine Regierungsbildung - die Mehrheit der Deutschen scheint aber eine Koalition aus SPD (Scholz, rechts), den Grünen (nicht im Bild) und der FDP (Lindner, links) zu bevorzugen. (Bild: APA/dpa/Kay Nietfeld)
Laschet (mitte) hofft auf eine Regierungsbildung - die Mehrheit der Deutschen scheint aber eine Koalition aus SPD (Scholz, rechts), den Grünen (nicht im Bild) und der FDP (Lindner, links) zu bevorzugen.
Die Doppelspitze der Grünen auf der Suche nach einer gemeinsamen Linie - nach außen gibt man sich aber noch bedeckt. (Bild: APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ)
Die Doppelspitze der Grünen auf der Suche nach einer gemeinsamen Linie - nach außen gibt man sich aber noch bedeckt.

Grüne „haben verstanden“
Noch vor den konkreten Verhandlungen über eine Regierungsbildung bringen sich die Parteien intern in Stellung. Für einen Überraschungseffekt könnten dabei die Grünen sorgen - Berichten der „FAZ“ und der „Welt“ zufolge, dürfte die Partei sich auf einen möglichen Vizekanzler geeinigt haben. Und zwar auf die eigentliche Nummer Zwei, Robert Habeck. Baerbock, so heißt es, habe ihre Chance gehabt, berichtet die „FAZ“.

Mit den personellen Konsequenzen müsse man deutlich machen, dass die Grünen nicht einfach in der bisherigen Formation weitermachen könnten, sondern „verstanden haben“. Habeck selbst erklärte am Montag: „Gehen Sie davon aus, dass wir komplett sortiert sind.“

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