26.09.2021 10:56 |

Gratistests gefordert

Der gemeinsame Kampf gegen Herzschwäche

Rund 250.000 Österreicher leiden an einer Herzerkrankung, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Die Arbeitsgruppe Herzinsuffizienz macht deshalb seit Jahren darauf aufmerksam und stellt Forderungen an Politik und Gesundheitssystem. Am Samstag lud man zum ersten Herzschwäche-Wandertag auf die Koralpe.

„Die Sterblichkeitsrate ist bei Herzinsuffizienz höher als bei Krebs“, erläutert die leitende Kardiologin am LKH Villach, Anna Rab. Die Spezialistin begleitet medizinisch den Kärntner Herzpatienten Sascha Kircher, der als „Mann ohne Herz“ Schlagzeilen gemacht hatte. Bei der Musterung hatte der heute 36-Jährige von seiner schweren Herzerkrankung erfahren. Ihm wurde zuerst ein Kunstherz eingesetzt, bevor es ein Spenderherz für ihn gab. „Ich fühlte mich damals wie ein Roboter. Heute geht es mir gut“, sagt Kircher.

Öffentlichkeit wachrütteln
Durch Aufklärung, Forschung, Fort- und Weiterbildung sowie durch nationale und internationale Kooperationen hat es sich die Arbeitsgruppe Herzinsuffizienz der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit wachzurütteln. Denn 250.000 herzkranke Österreicher sind eine alarmierende Zahl. Zudem ist die Herzinsuffizienz häufig die gemeinsame Endstrecke vieler Erkrankungen und bedarf neben einer gewissenhaften Diagnose vor allem einer stadiengerechten Therapie.

Gratistests gefordert
„Wir fordern ein bundesweites Disease-Management Programm und Gratistests zur Früherkennung von Herzschwäche“, betont Dozent Christopher Adlbrecht. Eine Vorreiterrolle hat seit Jahren die Steiermark mit ihrem umfassenden Versorgungsprogramm HerzMobil. Im Anschluss an die Pressekonferenz ging es dann zur ersten Herzschwäche-Wanderung mit Fritz Strobl als Motivator.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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