20.09.2021 16:06 |

„Weitere Gespräche“

2G-Mehrtagespässe für Seilbahnen-Chef „denkbar“

Der Tiroler Seilbahnsprecher und ÖVP-Abgeordnete Franz Hörl hält es „durchaus für denkbar“, dass im heurigen Winter nur Geimpfte und Genesene (2G) Mehrtagespässe und Saisonkarten kaufen können. Schließlich sei der „Zutritt an die Immunität“ geknüpft und diese werde über den Kartenverkauf kontrolliert. Er verwies jedoch darauf, dass noch weitere Gespräche nötig seien. Mit der von der Regierung präsentierten Tourismusstrategie zeigte sich Hörl „zufrieden“, denn ein klarer Fahrplan sei „enorm wichtig“.

Hörl nannte eine „sichere Saison ohne Unterbrechung“ als gemeinsames Ziel von Tourismuswirtschaft und Regierung. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hatte in der Pressekonferenz am Montagvormittag angekündigt, dass in Seilbahnen sowohl die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) sowie eine FFP2-Maskenpflicht für alle gelten soll.

Regeln für Hörl „schwer umsetzbar“
Dafür gebe es zwar „sachlich keinen Grund“, merkte Hörl an, schließlich habe selbst die AGES bestätigt, dass es zu keinen Clusterbildungen gekommen sei. Man trage das Ergebnis aber selbstverständlich mit. Hörl hatte sich in der Vergangenheit gegen eine 1G-, 2G- oder 3G-Regel für Skigäste ausgesprochen und hielt diese für „schwer umsetzbar“. Nun verwies er auf die Wichtigkeit „einheitlicher Regeln im gesamten Alpenraum“. 

Geimpfte „genießen breites Sortiment“
Ende August hatte Hörl außerdem kritisiert, dass es am notwendigen Personal für 3G-Kontrollen fehle: „Bei einem normalen Skilift wären dann drei Zeltfeste zu kontrollieren“, meinte er damals. Laut der am Montag präsentierten Tourismusstrategie soll die Immunitäts-Kontrolle im Zuge des Ticketverkaufs erfolgen. „Ich stelle mir das so vor: Jemand, der geimpft ist, kann das breite Sortiment an Tickets genießen, ein Getesteter möglicherweise nur einen Ein- oder Zwei-Tages-Pass“, so Hörl. „In diese Richtung“ werde es möglicherweise gehen.

Tests mittelfristig kostenpflichtig?
„Sorge“ bereite ihm der Umstand, dass man für eine 3G-Regel in den Wintersportregionen „die Testinfrastruktur wieder hinauffahren“ müsse. Vorerst sollten diese noch kostenlos angeboten werden, fand der Tiroler Wirtschaftsbundobmann. Mittelfristig sei er - als Politiker, wie er betonte - schon der Meinung, dass die Tests etwas kosten sollten.

Die Impfbereitschaft müsse steigen, erklärte er. Wenn - wie von Ministerin Köstinger angekündigt - ab Stufe 3 beim Testen nur noch ein PCR-Test akzeptiert wird, käme das einem 2G gleich, sagte Hörl. Denn ein flächendeckendes Testangebot in den Tälern sei „kaum möglich“, außerdem dauere die Auswertung der PCR-Tests zu lange.

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