21.08.2021 07:30 |

Bregenzer Festspiele

„Der Freischütz“ folgt 2024 auf „Madame Butterfly“

Drei Tage vor Ablauf der aktuellen Saison zogen die Verantwortlichen der Bregenzer Festspiele eine positive Bilanz über ein forderndes Festspieljahr. Intendantin Elisabeth Sobotka ließ für 2024/25 bereits die Katze aus dem Sack: „Rigoletto“-Macher Philipp Stölzl kehrt zurück und wird „Der Freischütz“ am See inszenieren.

Läuft alles nach Plan, werden am Sonntag - dann geht die letzte Rigoletto-Aufführung über die Bühne - rund 196.000 Besucher das Spiel auf dem See verfolgt haben. Das entspricht einer Auslastung von 99 Prozent. Zu einer Absage wegen Regens kam es bisher nicht.

Die Hausoper „Nero“ erreichte eine Auslastung von 83 Prozent, das Schauspiel am Kornmarkt „Michael Kohlhaas“ 88 Prozent. Den Orchesterkonzerten lauschten rund 5000 Gäste (86 Prozent Auslastung), das Musiktheater „Upload“ war zu zwei Dritteln ausverkauft, die Oper „Wind“ fast zu 100 Prozent. Insgesamt werden heuer rund 241.000 Besucher die verschiedenen Produktionen des Festivals gesehen haben.

Zu Corona-Clustern kam es dabei offenbar nicht. Nach Vorfällen, die eine teilimmunisierte und zwei vollimmunisierte Personen betrafen, habe man dreimal die Kontaktnachverfolgung unterstützen müssen, eine Infektionskette sei allerdings wohl nicht ausgelöst worden. „Es scheint so, dass nichts passiert ist“, meinte ein erleichterter kaufmännischer Direktor Michael Diem.

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Wegen Coronavorfällen mussten wir insgesamt dreimal die Kontaktnachverfolgung unterstützen. Eine Infektionskette hat das allerdings nicht ausgelöst

Michael Diem, kaufmännischer Direktor der Festspiele

Jubiläumssaison
Elisabeth Sobotka bedankte sich bei Künstlern und Mitarbeitern. Sie hätten eine Jubiläumssaison erfüllt, „keine krampfhafte Corona-Saison“. „Die Anstrengungen, die wir im Hintergrund hatten, das hat niemand bemerkt“, zeigte sich Sobotka zufrieden. Als „Wermutstropfen“ nannte sie die Absage der Oper „Die Italienerin in Algier“ aufgrund eines Corona-Falls im Ensemble. Man arbeite aber bereits an einem Ersatztermin.

Intendantin Sobotka blickte am Freitag noch weiter in die Zukunft: Ab 2024 werde Philipp Stölzl an den See zurückkehren. „Wir haben jemanden verzaubert, nämlich den kreativen Geist hinter Rigoletto.“ Stölzl wird „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber am See inszenieren. Zunächst steht für die Intendantin aber der schmerzvolle Abschied von Rigoletto an. „Wenn der letzte Ton verklungen ist, muss etwas Neues entstehen.“

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Wir haben jemanden verzaubert, nämlich den kreativen Geist hinter Rigoletto. Philipp Stölzl wird ab 2024 „Der Freischütz“ am See inszenieren.

Elisabeth Sobotka, Intendantin der Bregenzer Festspiele

Zum neuen Bühnenbild für Madame Butterfly, entworfen von Michael Levine, wollte sie traditionell noch nichts verraten, es werde aber „vom Konzept und von der Struktur her“ ganz anders als Rigoletto. Die „Wochenpost“ der Festspiele kündigte immerhin bereits „feine Landschaftsmalereien“ und „japanisches Flair“ für die Seebühne an. Der Vorverkauf für 2022 startet nicht wie gewohnt am Montag nach Festival-Ende, sondern erst am 4. Oktober.

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