20.08.2021 14:02 |

Kultur in Kärnten

Das war die Lange Nacht des Tanzes in Villach

Mit acht Produktionen in sechs Stunden wurde die Villacher Innenstadt heuer erstmals betanzt. Zum 14. Mal lud das Choreografiezentrum Bleiburg (CCB) unter der künstlerischen Leitung von Anna Hein am Mittwoch zur „Langen Nacht des Tanzes“ und hinterließ sowohl im öffentlichen Raum wie im Bambergsaal im Wortsinn bewegte Momente.

Minutiös getaktet führen die Guides durch die Draustadt zu den unterschiedlichen Aufführungsorten. Mit vielfältigen Bewegungsmustern und persönlichen Erinnerungen an außerordentliche „Moves“ dringt die aus Kärnten stammende Martina Rösler gemeinsam mit Kindern und erwachsenen Tänzern als fünfköpfiges Ensemble zur Eröffnung für die ganze Familie im Burghof in die Tanzgeschichte ein, um auch Gesten der Zukunft zu entwickeln.

Dialog zwischen Cello und Tanz
Ein fließendes Kammertanzstück in drei Sätzen bieten darauf Rosalie Wanka & Ana Topalović in ihrem, auf die Umgebung des Kulturhofkeller-Innenhofes abgestimmten Dialog zwischen Cello und Tanz. Blumentröge, Hauskanten oder Schaufenster setzen die sechs Tänzer von „Liquid Loft“ durch kleine, präzise Bewegungen groß in Szene: Mittels bunter Soundkompositionen aus tragbaren Lautsprechern erzeugen sie originell-amüsante Figurativen, die auch Passanten beeindrucken.

In eine getragene, dunkle, grün-blaue Unterwasserwelt führen drei Tänzerinnen der „Editta Braun Company“. Zu romantisch bis unheimlichen Klängen wiegen sie sich als unbestimmte Körper, formen gemeinsam wie einzeln neue Gestalten und Bilder. In leichten wie runden Hebefiguren verleiht „Cie Bittersweet“ als Duett im Park des Parkhotels der Tragik von Verlust bewegungsstarken Ausdruck.

Tanz-Solo im Burghof
Eine Erweiterung des Tanzbegriffes bieten Howool Baek und Matthias Erian durch Projektion und Live-Kamera, die kleine Bewegungen der Hände auf abstrakte und doch organische Weise über die Leinwand schickt. Schließlich lässt Leonie Wahl an einem kraftvollen, intensiven Solo im Burghof teilhaben, bei dem Traumata hochkommen und Grenzen menschlicher Psyche und Physis auslösen.

Tina Perisutti, Kärntner Krone

 Kärntner Krone
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