Fekter zieht Bilanz

"SOKO Kfz" forschte bisher bereits 156 Verdächtige aus

Burgenland
25.02.2011 15:03
Eine Zwischenbilanz über die eineinhalbjährige Tätigkeit der beim Landeskriminalamt Burgenland eingerichteten "SOKO Kfz" hat am Freitag Innenministerin Maria Fekter gezogen: Insgesamt wurden bisher 156 Verdächtige ausgeforscht. 75 von ihnen wurden festgenommen, 62 kamen anschließend in Untersuchungshaft. Die übrigen wurden angezeigt.

Österreichweit sei die Zahl der Autodiebstähle im Vorjahr um über 50 Prozent, die Zahl der Pkw-Einbrüche um 21 Prozent zurückgegangen, sagte die Innenministerin in Nickelsdorf.

Zwölf Millionen Euro Gesamtschaden
Die Gesamtschadenssumme in den von der SOKO bearbeiteten Fällen belief sich auf rund zwölf Millionen Euro. Eigentum im Wert von rund vier Millionen Euro konnte den Besitzern wieder zurückgegeben werden. Insgesamt wurden 106 gestohlene Pkws sowie 14 Motorräder und andere Kfz sichergestellt. Zwei Drittel der Schadenssumme habe man deshalb nicht zurückgeben können, weil die Fahrzeuge nicht auffindbar oder bereits in Einzelteile zerlegt und verscherbelt worden seien, so Fekter.

Als Erfolgskriterien für den Einsatz nannte die Ministerin die Durchführung von Schwerpunktaktionen, die Entstehung eines Fahndungsdruckes auf Tätergruppen und die Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit. Man sei mit den Nachbarländern gut vernetzt. Zu den Ermittlungserfolgen gehörten etwa der Aufgriff der BMW-Bande sowie die Ausforschung einer polnisch-ukrainischen Tätergruppe, der 70 Pkw-Diebstähle in der Schweiz und in Österreich angelastet werden.

Polizeikommandant "lernt aus jedem Fall"
Nach einem Pkw-Diebstahl im Wiener Raum brauchen die Täter maximal 50 Minuten bis zur Grenze, so der burgenländische Landespolizeikommandant Nikolaus Koch. Was die Informationen betreffe, sei man mit der Polizei in den Nachbarländern, der Autoindustrie und Versicherungen vernetzt. "Wir lernen aus jedem Fall", so Koch. Mittlerweile gebe es auch großes Know-how im Bereich der Bekämpfung von Kfz-Verschiebung, das man an die Polizei in anderen Länder weitergebe.

Gleichzeitig mit der BMW-Bande habe in der Ostregion auch eine "Park and Ride"-Bande der Polizei Sorgen bereitet, schilderte Oberst Rainer Erhart, der Leiter des Landeskriminalamtes Burgenland. Die aus vier Personen bestehende Gruppe wurde ebenfalls bereits dingfest gemacht. Das Quartett habe vor allem tagsüber Autos gestohlen und diese sofort außer Landes gebracht. Den Verdächtigen wurden 19 Diebstähle nachgewiesen. Die Fahrzeuge wurden von den Tätern nach Ungarn gebracht und dort in ihre Einzelteile zerlegt.

Rasch Anzeige erstatten!
Wird man Opfer eines Autodiebstahls, sei es wichtig, rasch Anzeige bei der Polizei zu erstatten, so Fekter. Denn gestohlene Fahrzeuge würden mitunter schon zwei bis drei Stunden später in einer Werkstatt landen, wo sie zerlegt werden. Begehrt bei Autodieben seien derzeit offenbar SUVs sowie japanische Fahrzeuge, so Erhart. Gestohlene Autos würden meist für maximal zehn Prozent ihres Wertes weiterverkauft.

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